Bushido gegen "Bunte" Falscher Text für Bushido

"Ja, wir sind ein Paar" ließ die "Bunte" den Rapper Bushido über sein Verhältnis zu Mesut Özils Exfreundin Anna-Maria Lagerblom jubeln. Der Musiker will sich so nie geäußert haben - und zog vor Gericht.

Von Ekkehard Müller-Jentsch

So bizarr wie manche seiner Songtexte, ist auch ein Streit des Berliner Rappers Bushido mit dem Münchner Leute-Magazin Bunte. Anis Mohamed Youssef Ferchichi verlangt eine Gegendarstellung, weil er dem Blatt keineswegs seine Liebe zu Anna-Maria Lagerblom, der Schwester von Sängerin Sarah Connor und Ex von Fußballer Mesut Özil, gestanden habe. "Ja, wir sind ein Paar", habe er dem Klatschreporter nicht gesagt - und schon gar nicht exklusiv. "Was ist denn da so schlimm dran", wunderte sich der Vorsitzende der Pressekammer am Landgericht MünchenI. Denn die Beziehung als solche bestreite Bushido doch nicht.

Bushido gegen Bunte: Die Illustrierte berichtete, er habe ihr seine Liebe zu Özil-Ex Anna-Maria Lagerblom gestandem. Der Rapper verlangt eine Gegendarstellung.

(Foto: ddp)

Der Reporter hatte den Rapper wegen Paparazzi-Fotos angerufen, die der Bunten von dem Paar vorlagen. Das Magazin brachte anschließend online die Bilder mit dem Hinweis auf ein angeblich exklusives Liebesgeständnis im nächsten Heft.

Bild sei auch an der Story dran gewesen, erklärte nun in der Verhandlung der Klatsch-Reporter der Bunten. Wahrscheinlich habe Bushido die Geschichte an den Meistbietenden geben wollen und ärgere sich jetzt, dass das nicht mehr gehe, nach dem er die Beziehung telefonisch zugestanden habe. Ein Versuch des Gerichts, den Streit gütlich beizulegen, scheiterte - beide Kontrahenten kündigten vielmehr an, "weitere Asse" für die nächste Instanz im Ärmel zu haben. Das Urteil: Die Bunte soll die Gegendarstellung drucken. "Ob er sich das nun an die Wand nageln werde", fragte der Vorsitzende noch.