Schriftstellerinnen, Schauspieler, Verlegerinnen, Musiker sowie deren Publikum: Etwa 300 Menschen, darunter viele Künstler, haben am Montagvormittag bei hochsommerlichen Temperaturen in der Münchner Herbststraße neben dem Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (BR) demonstriert gegen die fortgeschrittenen Pläne der öffentlich-rechtlichen Anstalt, seine Radiowelle Bayern 2 zu reformieren. Sie befürchten das Ende einer eigenständigen und nuancierten Berichterstattung in der Hörfunk-Kulturwelle, das Ende einer dort bislang gepflegten diskursiven Debattenkultur. Unter den Demonstrierenden war auch Wolfgang Heubisch (FDP), vormals Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst im bayerischen Kabinett. Außerdem beteiligten sich etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bayern 2 an dem Protest gegen ihren Arbeitgeber.
Protest gegen Programmreform im BR:"Kulturelle Verzwergung"
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Bei einer Demonstration vor dem Funkhaus des BR protestieren Künstler und ihr Publikum gegen eine befürchtete Verflachung im Kulturprogramm des Hörfunksenders Bayern 2.
Von Stefan Fischer
Reform im Bayerischen Rundfunk:Tiefergelegt
"Niedrigschwellig" ist das magische Wort, wenn jetzt im BR die Kulturwellen umgebaut werden. Es gäbe sehr dringend Fragen zu klären. Aber der Sender schweigt.
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