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Serie: Whisky, Wasser des Lebens (3):Geist vor den Stadttoren

In der Nähe der schottischen Hauptstadt Edinburgh wird ein Malt Whisky gebrannt, der keineswegs so lieblich ist, wie seine Herkunft aus den Lowlands vermuten ließe.

Bevor wir in der nächsten Folge wieder einsteigen in die Schilderung der Produktionsverfahren von Malt Whisky, wollen wir zur Auflockerung zwischendurch einen vorstellen. Unsere Serie zum Wasser des Lebens soll ja keinesfalls zu trocken ausfallen

In dieser Brennblase (Glenkinchie verfügt über zwei, die beide ziemlich groß sind) erfolgt ein Teil der Destillation.

(Foto: Foto: Diageo)

Um nicht gleich zu wuchtig zu beginnen, wollen wir mit einem Glenkinchie in seiner zwölfjährigen Grundversion beginnen. Glenkinchie ist eine 1837 gegründete Whisky-Destillerie, die nicht weit von der schottischen Hauptstadt Edinburgh entfernt ist.

Sie liegt somit in den schottischen Lowlands, einer für dortige Verhältnisse vergleichsweise lieblichen Gegend südlich einer imaginären Linie zwischen Glasgow und der Hauptstadt. Die relative Dezenz dieses Landstrichs (im Vergleich zu den rauen, zerklüfteten Highlands oder den bisweilen sehr wilden Inseln) spiegelt sich oft in den nur noch wenigen Whiskies, die von dort kommen, wider.

Sagt man. Denn: Überraschung! Der auch "The Edinburgh Malt" genannte Glenkinchie ist keineswegs ein Leichtgewicht. Mochte das noch ein wenig auf die zehnjährige Vorgänger-Variante zugetroffen haben mit ihrem grasig-blumigen Bukett, dem fruchtigen Aroma und dem leicht adstringierenden, herb-pelzigen Mundgefühl, so ist der aktuelle Zwölfer eine schon in der Nase ausgesprochen füllige Angelegenheit. Man riecht - nachdem man dem Malt ein paar Minuten im Glas gegönnt hat - eine dichte Mixtur aus Gerstenmalz, Hefe, Honig, Zimt / Nelken und braunem Zucker.

Whisky-Museum