Essay:Lebe lieber gewöhnlich

Melt-Festival 2015

Wissen Sie noch, als Menschen an Stränden tanzten? Und wann wird endlich wieder alles "normal"?

(Foto: Ole Spata/dpa)

Alle sehnen sich gerade zurück zur "Normalität". Aber was meinen sie nur damit? Über den politischen Kampfbegriff der Corona-Zeit. 

Von Tobias Moorstedt

Wir leben in einer zersplitterten und immer weiter auseinanderdriftenden Gesellschaft, so viel scheint klar zu sein, aber auf einen Slogan können sich aktuell trotzdem die meisten einigen: "Jede Impfung gegen das Coronavirus ist ein Schritt zurück zur Normalität", sagt Bundespräsident Steinmeier und erkennt in der Ferne schon das "Licht am Ende des Tunnels". Konkreter wird Gesundheitsminister Jens Spahn, der prophezeit, "im Sommer 2021 geht es Zug um Zug zurück in die Normalität". Über alle Hierarchieebenen und Schattierungen des politischen Spektrums hinweg ist man sich einig: Normalität! Jetzt! Selbst die AfD-Bundestagsfraktion, die ja eigentlich alles schlecht und verkommen findet am Deutschland des frühen 21. Jahrhundert, will plötzlich ganz dringend dorthin zurück.

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