bedeckt München 23°

Hobbys für drinnen:Rein in die Bude

Draußen wird es ungemütlich - also sollte man sich schnell ein Hobby für drinnen suchen. Nein, nicht lesen oder Briefe schreiben. Es geht verrückter.

Von Ulrike Bretz

10 Bilder

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen, Pilze züchten, Foto: dpa

Quelle: SZ

1 / 10

Draußen wird es immer ungemütlicher - aber was soll man nur damit anfangen? Am besten ein Hobby für drinnen suchen. Nein, nicht lesen oder Briefe schreiben. Wir hätten da zehn Vorschläge. Der Horror für Frischluftfanatiker in Bildern.

Platz 10: Pilze züchten

Die Flucht nach vorn: Wenn es schon feucht und dunkel ist, kann man das auch ausnutzen - und unter die Pilzzüchter gehen. Substratblöcke mit Shiitake-, Champignon- oder Austernpilz-Kulturen gibt es im Supermarkt, im Gartencenter oder im Internet zu kaufen. Wer gar nicht weiß, was er in den dunklen Wintermonaten mit seiner Zeit anfangen soll, ist damit bestens bedient: Den Pilzen kann man beim Wachsen zuschauen. Und irgendwann ein leckeres Gericht draus kochen.

Foto: dpa

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen, Geister jagen; Foto: iStockphotos

Quelle: SZ

2 / 10

Platz 9: Geisterjäger werden

Ein Geist geht um: Immer mehr Deutsche werden in ihrer Freizeit zu Geisterjägern, einige organisieren sich sogar in Organisationen wie "Paranormal Deutschland e. V." oder "Ghosthunter Germany". Die dunkle Jahreszeit ist wie gemacht dafür, in dieses erschreckende Hobby einzusteigen. Große Investitionen sind nicht nötig. Der Kinofilm "Paranormal Activity" macht es vor: Nachts eine Kamera im Schlafzimmer aufstellen - und abwarten, welches Burgfräulein ihr Unwesen treibt.

Foto: Istockphotos

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen; Zeit verzögern, Foto: iStockphotos

Quelle: SZ

3 / 10

Platz 8: Zeit verzögern

Mit Abwarten hat auch das Hobby derer zu tun, die Mitglied sind im "Verein zur Verzögerung der Zeit". In den Vereinsstatuten heißt es, man verpflichte sich "zum Innehalten, zur Aufforderung zum Nachdenken dort, wo blinder Aktivismus und partikulares Interesse Scheinlösungen produziert". Das hört sich gut an - und bei solch kontemplativen Gedanken geht der Winter vorbei, ohne dass man's merkt.

Foto: iStock images

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen, Knetmännchen, Foto: Jindřich Polák

Quelle: SZ

4 / 10

Platz 7: Regisseur werden

Im Fernsehen kommt nur Müll? Da hilft nur Eigeninitative. Es muss kein Oscar-verdächtiger Film werden, animierte Knetmännchen tun es auch. Zur Inspiration alte Folgen des tschechoslowakischen Trickfilms "Luzie, der Schrecken der Straße" ansehen. Knete kaufen, Figuren kneten, Handlung überlegen, verformen und immer wieder abfilmen.

Im Bild: Filmausschnitt aus dem Trickfilm "Luzie, der Schrecken der Straße"

Foto: Jindřich Polák

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen, Eisblumen; Foto: dpa

Quelle: SZ

5 / 10

Platz 6: Eisblumen züchten

Eisblumen sind so selten geworden, dass sie ins Lexikon für bedrohte Wörter aufgenommen wurden. Das ist auch besser so - die Eisfauna am Fenster zeugt von miserabler Wärmedämmung. Mit der Einfachverglasung sind auch die wundersamen Kristallgewächse verschwunden. Doch sie lassen sich nachbauen, mit Styroporboxen, Isolierplatten und ein paar Schläuchen. Wem das zu kompliziert ist, mischt einen Brei aus einer Tasse Wasser und zwei Tassen Zucker und malt die Blumen mit einem Pinsel auf die Fensterscheibe. Der erste Sonnenstrahl bringt die Kristalle zum Glitzern. Das bedarf etwas Übung - aber der Winter ist lang genug.

Foto: dpa

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen; Facebook; Foto: ddp

Quelle: SZ

6 / 10

Platz 5: Digitaler Amor spielen

So kann man die Freunde auf Facebook aufmischen und der Liebe nachhelfen: Immer wieder die Seiten von zwei Freunden besuchen, die schon lange Single sind und sich nicht kennen - und ihnen Nachrichten schreiben. Irgendwann werden sich die beiden schon digital beschnuppern. Wenn das nicht hilft, kann man mit den entsprechenden Applikationen wie Cablight oder Match Maker nachhelfen.

Foto: ddp

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen; Bierdosen Sammlung; Foto: dpa

Quelle: SZ

7 / 10

Platz 4: Ordnung schaffen

Chaos im Bücherregal? Daneben ein ungeordneter CD-Stapel? Und die Bierdosensammlung völlig durcheinander? Kein Wunder, Aufräumen macht einfach keinen Spaß. Das liegt daran, dass man nicht weiß, in welche Ordnung man die Dinge überhaupt bringen soll. Wie wäre es autobiographisch? Erst die Kassetten von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, dann das Roxette-Album "Look Sharp!" und gleich daneben die New Kids on the Block. Diese Ordnung versteht zwar niemand außer man selbst - doch das kann einem egal sein.

Foto: dpa

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen, Lego; Foto: AP

Quelle: SZ

8 / 10

Platz 3: Bauherr werden

Eigentlich sind wir zu alt für Bauklötze? Egal. Abtauchen in frühkindliche Verhaltensweisen macht glücklich. In irgendwelchen Kisten wird es schon noch ein paar Legosteine geben. Die hatte man doch aufgehoben - für dunkle Wintertage wie diese.

Foto: AP

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen; Hausbar, Guido Westerwelle; Foto: ddp

Quelle: SZ

9 / 10

Platz 2: Eine Hausbar bauen

Auch für die Herren gibt es in der Wohnung einiges zu tun. Wie wäre es mit einer Hausbar? Der Tresen für zu Hause wird immer belieber. Kein Wunder: In Krisenzeiten muss man sparen. Eine Hausbar ist günstiger. Für den Anfang genügt eine kleine Grundausstattung: Rum, Whisk(e)y, Wermut und Sekt - und ein gutes Cocktailbuch.

Foto: ddp

Rein in die Bude, Hobbys für drinnen; Stricken, Foto: dpa

Quelle: SZ

10 / 10

Platz 1: Einen neuen Retro-Trend erfinden

Alles kommt irgendwann wieder. Wer schon immer schon mal Trendsetter sein wollte, könnte diesen Winter nutzen und alte Fähigkeiten ausgraben: Pullover stricken. Stricklieselschnüre produzieren. Makramee-Eulen knüpfen. T-Shirts batiken. Kartoffelstempel schnitzen. Blumen pressen. Türschilder aus Salzteig kneten. Kerzen selberziehen. Fensterbilder aus Schmelzolan basteln (ja, es gab eine Zeit vor Windowcolor!). Kein Wunder, dass in Berlin ein Bastelladen nach dem anderen eröffnet - zum Beispiel der "Bastellerie-Werksalon" in Kreuzberg.

Man muss doch nicht immer drauf warten, dass Sarah Jessica Parker und Madonna die guten alten Dinge zum Trend erklären.

Foto: dpa

© (sueddeutsche.de) /bre/pfau/bgr
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB