Essay zum Jahreswechsel Eine Frage der Perspektive

Was man den Pessimisten für 2017 wünschen soll? Die Begegnung mit Optimisten.

(Foto: dpa)

2016 war ein Horrorjahr, 2017 kommt's noch schlimmer. Oder doch nicht? Warum es höchste Zeit ist, den Optimisten in sich zu wecken - und wie das in düsteren Zeiten funktionieren kann.

Von Christian Mayer

"Es gibt keinen traurigeren Anblick als einen jungen Pessimisten - mit Ausnahme eines alten Optimisten." (Mark Twain)

Mehr als zehn Jahre ist es nun her, dass in Deutschland ein grandioses Hochgefühl herrschte, die Sonne schien wochenlang mit unbändiger Kraft, keine Wolke am Himmel. Wir trugen kurze Hosen und T-Shirts, wir waren wie befreit. Hoffnungsvoll warteten wir auf das nächste Spiel, das Glück schien auf unserer Seite zu stehen. Angesteckt von einer jungen Mannschaft, die gegen alle Erwartungen einen herrlichen Fußball ...