Wandern:Lob des Verwilderns

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Der Brite Robert Macfarlane gehört zu den Protagonisten des "Nature Writing". In seinem neuen Buch geht er "Alte Wege" nach - und entdeckt das offene Land.

Von Hans-Peter Kunisch

Es ist Wintersonnenwende. Robert Macfarlane geht abends um neun Uhr vor die Tür. Der Schneefall hält schon tagelang an. Macfarlane, "die Kälte spitz wie ein Draht in der Nase", folgt einem Feldweg "hinauf zur Kuppe eines lang gestreckten Kreidehügels, der im Dunkeln wie ein Walfischrücken glänzte". Am Saum eines Birkenhains schlüpft er durch eine efeubedeckte Lücke auf ein riesiges freies Feld. Zuerst wirkt es makellos, dann erkennt er Fuchspfoten, vom Schwanz verwischt, als hätte das Tier seine Spuren auslöschen wollen; die kräftigen Abdrücke eines Fasans vor dem Flug, immer feiner werdend; Vorder- und Hinterpfoten von Hasen zeichnen Totenköpfe. Macfarlane sieht Hügel, einen kleinen See mit Flaggenstock in der Mitte. Er geht hin, setzt sich, nimmt einen Schluck Whiskey aus dem Flachmann. Macfarlane feiert - auf dem exklusivsten Golfplatz der Grafschaft, "von den Golfern befreit". Auf dem fünften Grün "legte ich mich auf den Rücken und betrachtete das sich langsam drehende Rad der Sterne".

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