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Vergleich zum Einsturz des Stadtarchivs:Einigung in Köln

Von Alexander Menden

Im Rechtsstreit über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor elf Jahren haben die Stadt, die Kölner Verkehrsbetriebe und der Bauherr der Nord-Süd-Stadtbahn Köln (Arge) einen außergerichtlichen Vergleich erzielt. Der Rat der Stadt stimmte einer Einigung zu, der zufolge die Arge zur Abgeltung aller Forderungen 600 Millionen Euro zahlt. Am 3. März 2009 waren das Historische Archiv und zwei benachbarte Häuser eingestürzt. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Das Unglück ereignete sich infolge von Bauarbeiten an einem Gleiswechsel für die Stadtbahn am Kölner Waidmarkt. Die Arge garantiert nun laut Vergleichsvereinbarung die Sanierung und Fertigstellung des Gleiswechselbauwerks. Dies schließt einen eigens reservierten Hohlraum für eine geplante Gedenkstätte ein. Laut einer Mitteilung der Stadt soll durch die Einigung "ein weiterer langjähriger Rechtsstreit über die Schadensursache und -höhe mit Bindung von materiellen und personellen Ressourcen vermieden werden". Rund 95 Prozent der 2009 mit dem Gebäude verschütteten Archivalien sind inzwischen geborgen. Das Kölner Stadtarchiv soll im kommenden Jahr einen Neubau am Eifelwall beziehen.

© SZ vom 02.07.2020

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