Deutsches Schauspielhaus Hamburg:Mitmachtheater mit Gruseleffekt

Deutsches Schauspielhaus Hamburg: "Das 13. Jahr" spielt in einem unheimlichen Dorf in den Bergen, wo es Geister gibt und nebelkranke Bewohner.

"Das 13. Jahr" spielt in einem unheimlichen Dorf in den Bergen, wo es Geister gibt und nebelkranke Bewohner.

(Foto: Erich Goldmann)

"Das 13. Jahr", die neue Produktion der Gruppe Signa in Hamburg, führt das Publikum in eine düstere Bergwelt mit seltsamen Bewohnern. Eine perfekte Simulation des "immersiven" Theaters - geisterhaft und immer ausverkauft.

Von Till Briegleb

Es ist das Setting eines Horrorfilms. Ein dunkles Dorf in den Bergen, umfangen von ewigem Nebel, mit merkwürdigen Gestalten in engen Hütten, die aus der Starre erwachen, sobald Menschen erscheinen. 36 halbwegs gesunde Bewohner hat diese geduckte Bergsiedlung, dazu viele Frauen und Kinder, die mit der mysteriösen Nebelkrankheit dahinsiechen. Die Augen immer offen, die Gesichter maskenhaft erstarrt, sagen die Kranken manchmal mit metallischer Stimme Sätze wie: "Das gefällt mir nicht." Ansonsten sind sie stumme Pflegefälle, die unschwer als Puppen zu erkennen sind.

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