Serie: Was bewegt Afrika? Versailles mit Reptilien

Einst setzten sich Afrikas Herrscher Denkmäler des Größenwahns. Heute wollen die Menschen nützliche Bauten.

Von Tim Neshitov

Denkmäler, die man sich selber setzt, gelingen in der Regel weniger als Denkmäler, die andere einem setzen. Aber Herrscher, die sich mit Mitteln der Architektur verewigen, glauben, dass Gebäude länger bestehen bleiben als posthume Statuen. Da haben sie recht.

Der Präsident der Elfenbeinküste, Félix Houphouët-Boigny, schuf ein Bild von sich, indem er in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts sein Geburtsdorf Yamoussoukro zur Hauptstadt der Republik ausbauen ließ. Heute kann man ohne Pietät vor dem verstorbenen Papa der Nation feststellen: Das ...