bedeckt München 21°

Schauspieler Karlheinz Hackl gestorben:Publikumsliebling an der Wiener Burg

Karlheinz Hackl ist im Alter von 65 Jahren gestorben.

Mit 65 Jahren ist Karlheinz Hackl in Wien gestorben.

(Foto: dpa)

Er war Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und gehörte zu den beliebtesten Schauspielern Österreichs. Nun ist Karlheinz Hackl im Alter von 65 Jahren seinem Krebsleiden erlegen.

Der österreichische Film- und Theaterschauspieler Karlheinz Hackl ist tot. Er erlag am Sonntag im Alter von 65 Jahren in Wien seinem Krebsleiden, wie seine Ehefrau der österreichischen Nachrichtenagentur APA bestätigte.

Der gebürtige Wiener feierte 1972 am Theater der Courage in seiner Heimatstadt sein Debüt als Schauspieler. Es folgten Engagements am Theater an der Josefstadt und am Hamburger Thalia-Theater. 1978 wurde Hackl Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und avancierte dort zum Publikumsliebling. Zu seinen größten Erfolgen an der "Burg" zählten seine Auftritte in "Die Räuber" (1980) und "Die Zerrissene" (2001).

Auch als Musicaldarsteller war Hackl tätig. In "Der Mann von La Mancha" gab er den Don Quichotte, in "Mizzis und Strizzis" verkörperte er den Sigi Master und in "Cage aux folles" den Albin/Zaza. Im Fernsehen war Hackl unter anderem im mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Historien-Mehrteiler "Radetzkymarsch" (1995) zu sehen. Auch in "Ausgelierfert" (2003) und "Der Bestseller: Wiener Blut" (2004) verkörperte er Rollen.

Darsteller und Regisseur

Aber es zog ihn immer wieder zum Theater zurück. 1988 führte er erstmals am Wiener Volkstheater Regie, mit Neil Simons "Brooklyn Memoiren". Danach folgten unter anderem Inszeniererungen von Ibsens "Nora" und Nestroys "Der Färber und sein Zwillingsbruder". Auch bei den Salzburger Festspielen trat der Darsteller auf.

Hackl gehörte zu den beliebtesten Schauspielern Österreichs. Bereits 2003 wurde bei ihm ein Gehirntumor diagnostiziert, nachdem er während einer Theatervorstellung zusammengebrochen war.

Von 2005 an stand er wieder regelmäßig auf der Bühne und wagte sich mit der Partei "Soziale Kultur Österreichs" (SKÖ) sogar in die Politik. Im vergangenen Jahr erlitt Hackl erneut einen Zusammenbruch aufgrund seiner Krankheit.

  • Themen in diesem Artikel: