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Seriendarsteller:Schauspieler Gerd Baltus ist tot

Schauspieler Gerd Baltus ist gestorben

Gerd Baltus 2011 bei Dreharbeiten der Krimikomödie "Aus Liebe" in Hannover.

(Foto: dpa)

Der gebürtige Bremer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Baltus galt zeitweise als meistbeschäftigter Schauspieler der TV-Branche.

Der Schauspieler Gerd Baltus ist tot. Er ist am Freitag im Alter von 87 Jahren in Hamburg gestorben, wie seine Ehefrau bestätigte, nachdem zuvor der Norddeutsche Rundfunk berichtet hatte.

Baltus wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, vor allem als Seriendarsteller war er gefragt. Der in Bremen geborene Wahl-Hamburger galt bisweilen als einer der meistbeschäftigten Schauspieler der TV-Branche. Auch als Hörspielsprecher wurde Baltus mit seiner markanten Stimme gern gebucht.

Für frühere Serien wie "Der Kommissar" oder "Derrick" stand er ebenso vor der Kamera wie später für "Unser Lehrer Doktor Specht", "Ein Bayer auf Rügen" oder "Zwei Männer am Herd". Auch im "Tatort" war er mehrmals mit von der Partie. So oft wie einst sah man ihn auf dem Bildschirm in den vergangenen Jahren zwar nicht mehr, aber schon immer wieder mal, etwa in den Serien "In aller Freundschaft" und zuletzt 2013 in "Danni Lowinski".

Seine Karriere hatte Baltus am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg begonnen. Für seine erste größere Filmrolle in "Wälsungenblut" erhielt Baltus 1965 den Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsdarsteller. Da hatte er zwar schon einen ersten kleinen Filmauftritt in "Das Bankett der Schmuggler" (1952) vorzuweisen, aber keinerlei Schauspielausbildung. Er stand an verschiedenen Theatern zwischen Hamburg und München - unter Intendanten wie Gustaf Gründgens und August Everding - bis hin zu den Salzburger Festspielen auf der Bühne. 1972 etwa gemeinsam mit Heinz Rühmann, als Everding im Münchner Residenztheater Harold Pinters "Hausmeister" inszenierte.

Baltus wandte sich Mitte der 70er Jahre vom Theater ab und konzentrierte sich ganz aufs Fernsehen. Vor allem auf die Darstellung hintergründiger Charaktere und Sonderlinge hatten Regisseure den dunkelhaarigen, stämmigen Mann oftmals festgelegt. Vor die Kamera folgte ihm auch sein 1978 geborener Sohn Philipp, der bereits in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen mitwirkte. In "Der Mann, der alles kann" waren sie 2011 in Nebenrollen gemeinsam zu sehen - als Vater und Sohn.