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Rutschky-Tagebücher:Auf der Spur der Verwüstung

Michael Rutschky

Trinken, um schreiben zu können, zu betrunken sein, um noch schreiben zu können: Kein noch so bitteres Detail über seine Freunde, seine Frau Katharina und sich selbst sparte Michael Rutschky aus.

(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Für die deutschen Intellektuellen waren Katharina und Michael Rutschky ein Traumpaar. Umso schockierender sind seine nachgelassenen Tagebücher.

Drei starke Bände sind es geworden, zusammen gut tausend Seiten, und doch ist das nur ein Bruchteil der Aufzeichnungen, die Michael Rutschky in den vergangenen vierzig Jahren angefertigt hat. Ein letzter, vierter Band wird nicht mehr erscheinen, zu groß ist die Bestürzung der Freunde über das, was der Autor ohne eine Spur von Mitleid in diesen monströsen Aufzeichnungen festhalten wollte: über sich, seine Frau, seine Welt.

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