Alben der WocheFür das Leben, nicht für Instagram

RINs Texte sind zu kompliziert fürs Feuilleton, Camila Cabellos Pop ist völlig egal und bei The Who ist eine Hälfte der Band schon tot - die andere dafür umso lebendiger.

Von den SZ-Popkritikern

The Who - "Who" (Polydor)

Die Hälfte der Band tot, das letzte Album 13 Jahre her - es war nicht gerade abzusehen, dass unter dem Namen The Who noch mal neue Musik in die Welt kommen würde. Aber Roger Daltrey und Pete Townshend, die alten Feindfreunde, haben ein Album produziert - ohne sich auch nur einmal im Studio zu begegnen. Das Ergebnis: "Who", ein erstaunliche runde Songsammlung mit starken Refrains und wuchtigen Akkorden. Klar, ein paar Durchhänger sind dabei, aber dafür auch Songs mit der Kraft und der Schlachtruftauglichkeit, die so nur Townshend schreiben - und nur Daltrey singen kann. Gut gebrüllt, ihr alten Löwen. Von Max Fellmann

Bild: Polydor 6. Dezember 2019, 04:572019-12-06 04:57:52 © SZ.de/qli