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Raubkunst:Lernen aus der Kolonialgeschichte

80 Ethnologen und Historiker arbeiten sich an einer Studie zum Thema Raubkunst ab.

Von Jörg Häntzschel

Vor drei Wochen haben Bénédicte Savoy und Felwine Sarr ihre Studie zum Umgang mit Raubkunst in französischen Museen an Präsident Macron übergeben. Nun haben 80 Ethnologen und Historiker in der Zeit in einem offenen Brief und einem zweiten Text dazu Stellung genommen. Auf den ersten Blick wirkt der Appell etwas kläglich. Dass eine Kunsthistorikerin und ein Wirtschaftswissenschaftler einen der wichtigsten und meistdiskutierten Texte zu diesem Thema seit Jahrzehnten geschrieben haben, wurmt die Ethnologen natürlich. Zwar bekennen sie sich zu der Forderung von Savoy und Sarr, geraubte Objekte zu restituieren. Andererseits mahnen sie, die Debatte dürfe "nicht auf die Forderung nach Restitutionen beschränkt werden". Doch wer Savoy und Sarr das vorwirft, hat ihren Text nicht gelesen.

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