Philosophie Eins oder zwei

Der Mann ist aktiv, die Frau empfängt, und der Mutterleib ist nur der Behälter für ein Proto-Menschlein: Warum die Philosophin Elselijn Kingma die Schwangerschaft ganz neu erklären will.

Von Johan Schloemann

Ein Braten in der Röhre. Joghurt im Kühlschrank. Fisch im Aquarium. Astronaut im Weltraum. Gefangener in einer Festung.

Das sind so die mehr oder weniger liebevollen Bilder, die man für ein Kind verwendet, das noch nicht geboren ist und im Mutterleib heranwächst. Also für das winzige Wesen, das jeder Mensch schon einmal gewesen ist. Mal redet der Volksmund so, mal macht es die Literatur, die versucht, den Fötus zu beschreiben. Es gibt noch mehr solche Bilder: Die Engländer ersetzen den ...