"Paulette" in der SZ-Cinemathek:Großmutters Stoff

Paulette

Verbündete, die vor Paulettes Aktivitäten im Drogengeschäft keine waren.

(Foto: Verleih)

Weil ihr 600 Euro Rente nicht genügen, steigt Paulette ins Drogengeschäft der Pariser Banlieue ein. Madeleines gibt es bei ihr nur "mit Kick". Regisseur Jérôme Enrico verpackt das in einer Komödie, ohne den Ernst dahinter zu verstecken.

Von Tobias Kniebe

Das alte Frankreich mit Patisserie am Eck und Kleinbürgerwohlstand - schon nach dem Vorspann ist es dahin. Zurück bleibt Bernadette Lafont, alt und mittellos, voller Hass auf die Banlieue-Migranten um sie herum. Zur Selbstbehauptung backt sie Hasch-Kekse: Absturz und Wiederaufstieg als Dealer-Komödie mit Legalize-It-Vibe. Alles ändert sich, sagt Jérôme Enrico - nur der Humor darf wie bei Oma bleiben.

Paulette, Frankreich 2012 - Buch und Regie: Jérôme Enrico. Mit: Bernadette Lafont, Jean-Baptiste Anoumon. 87 Minuten. Neue Visionen Filmverleih.

Diese Kurzkritik ist zuerst am 18.07.2013 in der SZ erschienen.

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