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Paul-Klee-Ausstellung in Basel:Die Farbe hat mich

Eine aktuelle Werkausstellung in der Fondation Beyeler bei Basel zeigt den Künstler Paul Klee als einen der größten antitotalitären Maler des 20. Jahrhunderts.

Von Kia Vahland

Wie mag das gewesen sein, damals in Bern? Paul Klee, schwer krank, spannt Jute auf Holz, grundiert den rauen Grund weiß und denkt nach. Irgendwann hat er die Lösung, und sie besteht aus zwei Punkten, einem roten, links oben, einem schwarzen, rechts unten. Sie schauen einander an, der Maler schaut sie an. Mehr nicht. Das ist die Bildfindung des Künstlers im Jahr 1938. Zu einem Zeitpunkt also, als in NS-Deutschland die Schmäh-Ausstellung "Entartete Kunst" tourt, bei der auch Paul Klees verspielte Abstraktionen verhöhnt werden, steht der Maler vor seiner Staffelei und reduziert die Komposition auf ein Minimum.

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