Neue Heino-Platte mit FußballliedernFür das Album "Arschkarte" sollte Heino Stadionverbot kriegen

Au backe! Heino singt jetzt Fußballsongs - und die sind so schlecht, dass wir drüber reden müssen. Die Lieder in der Einzelkritik.

Von Jonas Beckenkamp

Anpfiff

Eigentlich ist Heino ja Schlagersänger. Der Typ mit der Sonnenbrille war irgendwie immer schon da und er sang auch irgendwie immer dieselben Lieder. Doch seit einigen Jahren scheint ihm nichts mehr einzufallen. Heino covert nur noch. Erst Popsongs auf "Mit freundlichen Grüßen" und jetzt die bekanntesten Stadionlieder des Fußballs auf "Arschkarte". Das Erscheinen des Albums ist mit Bedacht kurz vor die anstehende Fußball-EM platziert - Heino möchte eben, dass die Fans dort seine nachgesungenen Stücke singen.

"Junge, jetzt haste die Arschkarte gezogen", onkelt uns Heino zu Beginn dieses musikalischen Gewaltverbrechens an. Wie wahr. "Anpfiff" ist mehr Prelude als Gesangsstück. Wobei: Was ist hier schon echte Musik? Vielmehr haben wir es mit Stadionverdummung zu tun. Und das geht schon am Anfang schief, denn das erste Stück ist eigentlich gar keins. "Oh, ohhhh, oooohhh, ohhhhh, ohhhhhh" - so geht's weiter und schnell wird klar: Heino walzt mit seiner Seven Nation Army an gerollten "Rrrrrrs" im Feldmarschallton los.

Anzahl der Stadionwürste: Keine. Für diese 20 Sekunden gibt es höchstens ein Päckchen Develey-Senf.

Bild: imago/localpic 6. Mai 2016, 14:312016-05-06 14:31:31 © SZ.de/cag/holz