bedeckt München 13°

Musical:"Anatevka" in Berlin

Anatevka

Max Hopp als melancholischer Milchmann Tevje.

(Foto: Iko Freese/drama-berlin.de)

Der Intendant der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, inszeniert Jerry Bocks Musical "Anatevka" am eigenen Haus mit tobenden Chören und schwungvollen Tanznummern. Dennoch überwiegt die Trauer um die verlorene Schtetl-Kultur.

Von Wolfgang Schreiber

"Der Fiedler auf dem Dach", so hieß das Musical "Anatevka" auf Deutsch 1971 an der Komischen Oper Berlin. Der Fiedler, hier ist das gleich zu Beginn ein Junge mit seiner traurigen Melodie auf der Geige, die er märchenhaft versonnen spielt, einsam auf der Bühne wandernd. Und plötzlich stürzen Menschenmassen aus einem schlichten, alten Schrankkasten auf diese Bühne, sie toben, singen, tanzen sich ins Delirium eines großartig provinziellen Dorflebens. Max Hopp singspielt den perfekt zerzausten und zauseligen Protagonisten, den humoristisch tragischen Milchmann Tevje in dem jiddischen Schtetl Anatevka, das am Ende im Pogrom russischer Revolutionäre brutal dem Erdboden gleichgemacht wird.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Q and A zu Impfen und Impfpass
Infos zum digitalen Corona-Impfpass
Kleine App und große Freiheit
Maisach: Neubaugebiet / Gewerbegebiet West / Immobilien; WIR
Immobilien
Kostenrisiko Eigenheim
Oktoberfest 2008
Kronzeuge packt aus
"Die wollen alle das Pulver, weil sie so gierig sind"
actout
Initiative #actout
"Wir sind schon da"
Corona und Kontaktverbot - Warum so viele Menschen am Fenster stehen
Corona-Hilfe
Und was ist mit den Kindern?
Zur SZ-Startseite