Literatur Jury nominiert 20 Romane für den Deutschen Buchpreis

Deutscher Buchpreis: Die Jury war von der Vielfalt der literarischen Formen begeistert.

(Foto: dpa)
  • Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018 steht fest.
  • Unter den Nominierten sind bekannte Autoren wie Maxim Biller, Arno Geiger, Adolf Muschg und Gianna Molinari.
  • Verliehen wird der Buchpreis am 8. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.

Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat die 20 Favoriten für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres nominiert. Auf der am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Longlist finden sich auch bekannte Autoren wie Maxim Biller, Arno Geiger, Adolf Muschg und Gianna Molinari.

Zur Auswahl standen 199 Titel, die zwischen Oktober 2017 und dem 12. September 2018 erschienen sind oder noch erscheinen. Der Preisträger erhält 25 000 Euro; die fünf Finalisten bekommen jeweils 2 500 Euro. Die Jury zeigte sich von der Vielfalt der literarischen Formen begeistert. "Es gibt große historische, aber auch verspielt fantastische Weltentwürfe, ebenso wie Texte, die eine radikale Reduktion der Perspektive suchen, bis auf den Nullpunkt des Erzählens", sagte Sprecherin Christine Lötscher. Am 11. September wird die Longlist auf die sechs Titel umfassende Shortlist reduziert. Verliehen wird der Deutsche Buchpreis am 8. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.

Hier die nominierten Romane in alphabetischer Reihenfolge:

  • Carmen-Francesca Banciu: "Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!", PalmArtPress
  • María Cecilia Barbetta: "Nachtleuchten", S. Fischer
  • Maxim Biller: "Sechs Koffer", Kiepenheuer & Witsch
  • Susanne Fritz: "Wie kommt der Krieg ins Kind", Wallstein
  • Arno Geiger: "Unter der Drachenwand", Hanser
  • Nino Haratischwili: "Die Katze und der General", Frankfurter Verlagsanstalt
  • Franziska Hauser: "Die Gewitterschwimmerin", Eichborn
  • Helene Hegemann: "Bungalow", Hanser Berlin
  • Anja Kampmann: "Wie hoch die Wasser steigen", Hanser
  • Angelika Klüssendorf: "Jahre später", Kiepenheuer & Witsch
  • Gert Loschütz: "Ein schönes Paar", Schöffling & Co.
  • Inger-Maria Mahlke: "Archipel", Rowohlt
  • Gianna Molinari: "Hier ist noch alles möglich", Aufbau
  • Adolf Muschg: "Heimkehr nach Fukushima", C.H. Beck
  • Eckhart Nickel: "Hysteria", Piper
  • Josef Oberhollenzer: "Sültzrather", Folio
  • Susanne Röckel: "Der Vogelgott", Jung und Jung
  • Matthias Senkel: "Dunkle Zahlen", Matthes & Seitz Berlin
  • Stephan Thome: "Gott der Barbaren", Suhrkamp
  • Christina Viragh: "Eine dieser Nächte", Dörlemann

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