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Kurzkritik:Wurst und Wut

"Protomartyr" aus der Krisenstadt Detroit im Strom

Man könnte es wahlweise als Verweigerungs-Performance oder Performance-Verweigerung bezeichnen, was Joe Casey da auf der Bühne im gut besuchten Club Strom veranstaltet. Verloren wie ein kreuzbraver Steuerberater, den die arglistigen Kollegen dazu genötigt haben, jetzt endlich auch mal einen Karaoke-Song zu singen, steht der etwas teigige Frontmann der Detroiter Postpunk-Band Protomartyr in Jackett und zugeknöpftem Hemd zwischen den beiden deutlich jüngeren Heavy-Metal-Phänotypen Greg Ahee an der Gitarre und Scott Davidson am Bass. Stets scheint er gerade sehr dringend über etwas nachdenken zu müssen, stiert auf den Boden, hält sich an seinem Becks-Bier fest, zieht ab und an eine schiefe Grimasse.

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