Kulinarik:Pumpernickel

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(Foto: Jo Kirchherr/Mauritius)

Deutsches Schwarzbrot verkörperte lange bäuerliche Rückständigkeit. Heute wird es sogar in der avancierten Patisserie verwendet. Ein Kapitel im kanonischen Sammelband "Westfälische Erinnerungsorte" ist mehr als verdient.

Von Johan Schloemann

In Westfalen wohnen Menschen "von treffender Urteilskraft, aber einfachstem Geist", meinte der französische Aufklärer Voltaire in seinem "Candide". Und zum Essen gebe es dort, schrieb er an anderer Stelle, einen "gewissen harten, schwarzen, klebrigen Stein". Ein anderer großer europäischer Gelehrter, der flämische Humanist Justus Lipsius, stieß im 16. Jahrhundert in Westfalen auf dieselbe Delikatesse: "Wenn du die Farbe, das Gewicht, die ganze Gestalt gesehen hättest, du hättest es abgeschworen, dass es Brot sei. Es ist schwarz, grob, herbe und zu Klötzen von vier oder fast fünf Fuß Länge geformt, die ich nicht hätte aufheben können. Armes Volk, das seine eigene Erde essen muss!"

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