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Kriminalromane:Mord und Totschlag

Schriftstellerin Simone Buchholz

Was bedeutet es, ein Mensch zu sein, in Momenten, in denen etwas zerbricht? Darum geht es in einem guten Krimi, findet Autorin Simone Buchholz.

(Foto: Christian Charisius/picture alliance/dpa)

Was braucht ein guter Kriminalroman? Er sollte sich der Realität verpflichtet fühlen und versuchen, Haltung zu zeigen, Respekt und Menschlichkeit, sagt die Autorin Simone Buchholz. Aber wie geht das?

Von Simone Buchholz

Wenn es hart auf hart kommt, geht es immer um Würde. Im Leben, im Sterben, und in all den Grautönen dazwischen. Das ist vielleicht das emotionale Zentrum aller Literatur, auf jeden Fall aber eines jeden Kriminalromans: Was bedeutet es, ein Mensch zu sein, in Momenten, in denen etwas zerbricht? In denen der Körper zerspringt, die Selbstbestimmung oder gar - huch - die Macht über andere verloren geht, die Liebe fehlt? Wenn sich im Alltag Risse auftun, durch die das in eine Biografie einschlägt, was doch bitte um jeden Preis wegbleiben soll: das Unheil. Wenn plötzlich nichts mehr ganz ist, sondern alles beschädigt.

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