Zum Tod von Karl Heinz Bohrer:Hohe Kunst

Karl-Heinz Bohrer

Die Gegenwart ist immer schon entschwunden: Karl Heinz Bohrer beim Suhrkamp-Kritikerempfang im Jahr 2016.

(Foto: Regina Schmeken; Regina Schmeken)

Karl Heinz Bohrer ist dem Erhabenen immer treu geblieben, jahrzehntelang prägte der das deutsche Geistesleben. Jetzt ist er im Alter von 88 Jahren in London gestorben.

Von Thomas Steinfeld

"Mit Dolchen gesprochen", im doppelten Sinn dieser Metapher, hatte Karl Heinz Bohrer, seit er begonnen hatte, in der Öffentlichkeit zu wirken. "Die gefährdete Phantasie, oder Surrealismus und Terror" lautete der Titel seines ersten Buches. Es erschien im Jahr 1970 und war eine Widerrede zu einer in jenen Jahren wieder populär gewordenen Rede vom Ende der Kunst. Den schönen Schein könne man nicht mehr gebrauchen, hieß es, gehe es doch nunmehr um die praktische Erlösung der Menschheit. Karl Heinz Bohrer widersprach: Die Revolte stehe in einer Tradition, die auf die Anfänge der Moderne zurückgehe.

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