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"Japanorama" am Centre Pompidou Metz:Kimono und Kampfanzug

Eine Doppelschau am Centre Pompidou Metz beleuchtet japanische Architektur und Kunst seit der Nachkriegszeit - und bestätigt den hierzulande herrschenden Popularitätsunterschied zwischen den zwei Künsten.

Von Joseph Hanimann

Beim Stichwort Japan fallen die Reaktionen je nach Interessensschwerpunkt unterschiedlich aus. Schlägt bei Architekturfans das Herz sofort höher, fällt vielen im Kunstbereich kaum mehr als der Name des Neo-Pop-Künstlerstars Takashi Murakami ein. Im Centre Pompidou Metz lässt sich dieses Erwartungsgefälle in zwei parallelen Ausstellungen nachprüfen. "Japan-ness" heißt eine breit angelegte Schau über japanische Architektur seit 1945, die das ganze Erdgeschoß des 2010 eingeweihten Museumsbaus von Shigeru Ban ausfüllt. In den Etagen darüber wird unter dem Titel "Japanorama" ein Rückblick auf das zeitgenössische Kunstschaffen in Japan seit 1970 gezeigt, eingerichtet von Yuko Hasegawa, der künstlerischen Leiterin des Museums für Gegenwartskunst in Tokyo. Beide Veranstaltungen gehören zum Ausführlichsten, was in jüngster Zeit dazu im Westen zu sehen war. Und sie bestätigen den hierzulande herrschenden Popularitätsunterschied zwischen japanischer Kunst und Architektur.

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