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Italienische Gegenwartsliteratur:Clownerien des Blutes

Überfall Italiens auf Äthiopien

Das Land habe versucht, seine koloniale Vergangenheit auf den Faschismus abzuwälzen, lautet eine These Melandris: Italienische Truppen mit Kanone im Abessinienkrieg, 1935.

(Foto: Süddeutsche Zeitung Photo, Scherl)

Familiengeheimnisse und verdrängte Kolonialgeschichte: Mit ihrem Roman "Alle, außer mir" trifft die italienische Schriftstellerin Francesca Melandri punktgenau ins nervöse Herz der Gegenwart.

Von Meike Fessmann

Die Reisetasche steht im Schrank bereit, fertig gepackt, falls die Polizei doch noch kommt und ihn abholt. Eigentlich wartet er nur darauf. Er erhofft es sich sogar. Seit knapp zwei Jahren, seit dem Februar 1992, ist die große Säuberungsaktion in Gang. "Mani pulite", saubere Hände, heißt sie. Und Attilio Profeti, der 2012 sterben wird, wie wir gleich zu Beginn des Romans erfahren, wünscht sich, man möge auch ihn vor Gericht stellen und wegen Korruption anklagen. Ein Moralist also? Im Gegenteil.

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