Geschlecht der Musik:Schüchtern wie die Oboe

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Die Musikwissenschaftlerin Nina Noeske fragt, wie sich das Geschlecht im Klang darstellt. Gibt es männliche Instrumente? Oder weibliche Melodien? Eine Antwort führt von der Instrumentalmusik zu Oper, Theater und Tanz.

Von Helmut Mauró

Es ist eine der großen Fragen der Musikgeschichte: Ergibt Musik Sinn? Und wenn ja, welchen? Kann also eine Ton- oder Klangfolge eine Bedeutung haben? Und wenn ja, kann man sie in Worte fassen? Immanuel Kant verortete das "Tonspiel" noch zwischen Glücksspiel und Gedankenspiel. Selbst dort, wo Musik Gefühle ausdrücke, sei sie eben ein Spiel der Empfindungen. Seit mehr als zweihundert Jahren tobt der Gedankenkrieg, ob Musik zu uns spricht oder vielleicht nur brabbelt und nuschelt. Der in Musikdingen lobenswert engagierte transcript Verlag hat einige Aufsätze zusammengestellt, die wieder mal ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Darunter die Frage unserer Zeit: Wie sieht es aus mit geschlechtsspezifischen Klängen in unserer Musikkultur? Werden Frauen klanglich diffamiert?

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