Fund im Hafen von Newark Verschwundener Picasso in den USA aufgetaucht

Im Jahr 1911 vom Meister geschaffen: "La Coiffeuse"

(Foto: AP)
  • In den USA ist ein mehr als zehn Jahre lang vermisstes Gemälde des spanischen Malers Pablo Picasso wieder aufgetaucht.
  • Der Wert wird auf 2,5 Millionen Dollar geschätzt.
  • Das Ölbild war über Belgien in die USA geschmuggelt worden, deklariert als Weihnachtsgeschenk im Wert von 37 Dollar, etwas mehr als 30 Euro.

Verschwundener Picasso taucht nach mehr als zehn Jahren wieder auf

Ein vor 14 Jahren in Paris als gestohlen gemeldetes Gemälde von Picasso ist in den USA wiederaufgetaucht. Wie die US-Behörden am Donnerstag mitteilten, wurde das 33 mal 46 Zentimeter große Bild "La Coiffeuse" (deutsch: Die Friseurin) auf einem Schiff über Belgien in die USA geschmuggelt. Der Wert des Ölbildes aus dem Jahr 1911 wird demnach auf 2,5 Millionen Dollar geschätzt.

Abgefangen wurde das Kunstwerk vom Zoll im Hafen von Newark im Bundesstaat New Jersey, der es den für internationalen Kunstschmuggel verantwortlichen Behörden übergab. Das Paket mit dem Bild war nach Angaben der Behörden am 17. Dezember in Belgien aufgegeben worden - deklariert als Weihnachtsgeschenk im Wert von 37 Dollar, etwas mehr als 30 Euro.

"La Coiffeuse" soll nun an Frankreich zurückgegeben werden

2001 meldete das Centre Pompidou das Ölbild des spanischen Malers, der den Großteil seines Lebens in Frankreich verbrachte, als vermisst. Das Gemälde war aus einem Lagerraum des Museums in Paris verschwunden. Vertreter des Centre Pompidou hatten das Bild im vergangenen Monat in den USA untersucht und als "La Coiffeuse" identifiziert.

Eigentümer des Bildes ist Frankreich, nun soll es der französischen Regierung zurückgegeben werden. Ausgestellt war "La Coiffeuse" zum letzten Mal 1998 in München.