Rebellinnen

Gerade ist Sandra vor ihrem gewalttätigen Mann zurück ins Provinzkaff am Ärmelkanal geflohen - ein Ort voller Chauvis, Gauner, Abgehängter, so grotesk überzeichnet wie es französischen Komödien lieben - da macht schon der nächste Ärger. Als ihr Chef in der Fischfabrik sie vergewaltigen will, endet das für ihn versehentlich mit abgetrenntem Penis - und dem Tod. Zum Glück helfen zwei Kolleginnen mit der Leiche. Weil das Trio auch Geld stiehlt, entspinnt sich eine derbe Räuberpistole. Allan Mauduit bietet das wahlweise als Tarantino-sur-Mer und Sozial-Slapstick an. Sein Humor ist aber zu zotig, das Drehbuch zu ungelenk. Überzeugend dafür: die Komplizenschaft der Frauen. Von Annett Scheffel

Bild: dpa 12. Juli 2019, 10:122019-07-12 10:12:00 © SZ vom 11.07.2019/jdi