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Filme:Verhängnisvolle Neunziger

Twentieth Century Fox DR TITANIC TITANIC de James Cameron 1997 USA avec Leonardo DiCaprio et Ka

"Titanic" (Foto), "Space Jam", "Forrest Gump" und "König der Löwen": "Filme, die uns alles versaut haben, weil sie Entwicklungen und Leidenschaften ignorieren."

(Foto: imago/Prod.DB)

Süß, aber anspruchslos: Hollywood-Filme haben unsere geistige Entwicklung über Jahrzehnte gebremst, findet unser Autor. Er wünscht sich die ekstatische Wahrheit des Erzählens zurück.

Der Schriftsteller Leonhard Hieronymi ist zum ersten Mal im Jahr 2017 mit seinem Band "Ultraromantik" auffällig geworden. In dem schmalen Buch skizzierte er die Umrisse einer Literatur der Zukunft und lieferte zwei Beispieltexte praktischerweise gleich mit. In einem der beiden, der Kurzgeschichte "Formalin", ging es um zwei deutsche Angestellte einer Firma für Acrylglas, die nach London reisen, um die Beerdigung von Damien Hirst zu überwachen und dabei dessen digitalisiertem Geist begegnen. Die drei freunden sich an und verfolgen die Beisetzung schließlich gemeinsam. Dass es sich bei "Formalin" um die beste Kurzgeschichte handelt, die in jenem Jahr in deutscher Sprache erschienen ist, wird heute kaum mehr bestritten. In der Reihe "Aufklärung und Kritik" im Berliner Sukultur-Verlag ist jetzt Hieronymis Essay "Materialien zur Kritik Jodie Fosters" erschienen (Sukultur, Berlin 2020, 14 Seiten, zwei Euro), eine Entwicklungsgeschichte der Gegenwartsliteratur, die wir hier in leicht gekürzter Form veröffentlichen.

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