"Sein Auftreten bei anderen Frauen - oder Weibsbildern, wie er sie oft bezeichnete - war weniger ausgesucht. Gefiel ihm ihre Erscheinung nicht, konnte er ziemlich unangenehm sein, waren sie hübsch, hatte er die peinliche Angewohnheit, sich mit geschürzten Lippen in seinem Sessel zurückzulehnen, über seinen Schnurrbart zu streichen und sie anzustarren wie ein begieriger Junge die Marmeladentörtchen." So unverblümt beschreibt Ethel Smyth das schlechte Benehmen von Johannes Brahms, wenn er in Leipzig im Hause der befreundeten Familie von Herzogenberg weilte.
Memoiren von Ethel SmythEin klassisches Vorbild
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Ethel Smyth kämpfte ihr Leben lang: für eine Karriere als Komponistin, für das Frauenwahlrecht, die freie Liebe. Jetzt wird sie in großem Stil neu entdeckt.
