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documenta 14:Heilige Hallen

documenta

Adam Szymczyk, der künstlerische Leiter der documenta, nicht in Kassel, sondern im "silent green Kulturquartier" in Berlin - zu Besuch im Kunstraum SAVVY Contemporary, dessen Chef zu den Kuratoren der documenta 14 gehört.

(Foto: Andy Kania)

Wie stellt man die weltweit größte Ausstellung für Gegenwartskunst auf die Beine? Und was passiert, wenn die Freiheit der Kunst auf die Grenzen der Kommunalpolitik trifft? Unser Autor hat die Vorbereitungen auf die documenta 14 in Kassel und Athen mehr als ein Jahr lang begleitet. Ein Bericht aus einer Parallelgesellschaft.

Es ist weit nach Mitternacht, sie sitzen bald acht Stunden zusammen, die Besucherränge sind längst leer, als die Stadtverordneten einer 200 000-Einwohner-Gemeinde in Nordhessen über ein Thema abzustimmen haben, das man global nennen könnte: die Freiheit der Kunst. Vermutlich wären sie nie darauf gekommen, wäre nicht Folgendes geschehen: Die 14. Auflage der documenta, dieses anerkannt wichtigsten Welttheaters der Künstler und Kuratoren, wird erstmals nicht hier, sondern am 8. April 2017 in Athen eröffnet - und erst am 10. Juni auch dort, wo es seit 1955 qua Geburt hingehört. Das hat bei nicht wenigen Bürgern zu Schnappatmung geführt.

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