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Chuck Berry:Ein Leben für die Bühne

Er erfand den "Duck Walk", stand noch als 90-Jähriger auf der Bühne und sein Werk wurde bis ins All katapultiert: Chuck Berrys Karriere in Bildern.

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Chuck Berry gestorben

Quelle: David Carson/dpa

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Joe Albanese und Diana Kim waren gerade dabei, das Cover des neuen Albums von Chuck Berry in St. Louis auf eine Wand zu malen, als sie vom Tod des Musikers erfuhren. Bei den Straßenkünstlern wie bei Menschen in der ganzen Welt löst die Nachricht Trauer aus: Denn in den 90 Jahren seines Lebens prägte der Sänger, Songwriter und Gitarrist den Rock'n'Roll sowie ganze Generationen von Musikern.

Berry

Quelle: AP

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Ein unvergesslicher Anblick: Chuck Berry bei seinem berühmten "Duck Walk" - hier bei einem Konzert im Jahr 1980.

Wie er später erzählte, erfand er den Entengang zu Beginn seiner Karriere spontan, um bei einem großen Auftritt von peinlichen Falten in seinem Anzug abzulenken.

MUSIC-CHUCK BERRY

Quelle: Novovitch/AFP

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Berry kam 1926 in St. Louis, Missouri, zur Welt. Seine Leidenschaft für Musik lebte er als Junge in Chören der Kirche und der Highschool aus, das Gitarrespielen brachte er sich selbst bei.

Vor seinem Durchbruch arbeitete Berry unter anderem als Friseur und Fabrikarbeiter, saß auch eine Weile im Gefängnis. 1955 gelang ihm schließlich mit seiner ersten Single "Maybellene" direkt ein Charterfolg.

Jahrzehnte später: Berry im Juli 1979 bei der "Grand Jazz Parade" im südfranzösischen Nizza.

Richards Berry

Quelle: Vann/AP

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Chuck Berrys eigenes großes Idol war Muddy Waters, bevor er wiederum selbst durch Songs wie "Roll over Beethoven", "Johnny B. Goode" oder "Sweet Little Sixteen" zum Vorbild für unzählige Musiker wurde.

Rockstars unter sich: Berry im Gespräch mit Keith Richards, dem Gitarristen der Rolling Stones, 1980 im legendären New Yorker Nachtclub Studio 54.

Berry

Quelle: James A.Finley/AP

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Auf eine Rolle als Elder Statesman des Rock'n'Roll ließ sich Berry jedoch nicht ein - er blieb aktiv, egal wie viele Loblieder ihm jüngere Musiker sangen.

Im Bild: Chuck Berry feierte seinen Sechzigsten 1986 im Fox Theatre in seiner Geburtsstadt St. Louis, Missouri.

Berry Richards Young

Quelle: Frankie Ziths/AP

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All Stars: Berry 1986 in New York auf einer Bühne mit Keith Richards (links) und Neil Young (Mitte).

Berry

Quelle: Douglas Pizac/AP

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1984 nahm Chuck Berry in Los Angeles einen Grammy für sein Lebenswerk entgegen.

Zu diesem Zeitpunkt war sein Werk sogar schon ins All katapultiert worden - an Bord der Voyager-Raumsonde 1977, zusammen mit Stücken von Bach, Mozart und Beethoven.

Berry

Quelle: Mark Terrill/AP

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Ganz bodenständig war da im Vergleich diese Ehrung in Los Angeles: 1987 wurde Berry in den Hollywood Walk of Fame aufgenommen.

Parallel zu seinem großen Erfolg geriet Berry jedoch auch immer wieder mit Skandalen in die Schlagzeilen. 1959 wurde er verhaftet, weil er "zu unmoralischen Zwecken" mit einer 14-Jährigen in einen anderen Bundesstaat gereist war. Berry, der die Vorwürfe bestritt, wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, jedoch vorzeitig entlassen. Später folgten weitere Prozesse und Verurteilungen, mal wegen Steuerhinterziehung, mal wegen Drogen und Jugendpornografie.

Little Richard und Chuck Berry in der Tonight Show

Quelle: Fred Prouser/Reuters

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Musikalisch blieb Berry aber unbestritten, wie sich nun auch in den Reaktionen auf seinen Tod zeigt.

Im Bild: Zusammen mit Little Richard trat Berry 2002 in der amerikanischen Fernsehsendung "The Tonight Show with Jay Leno" auf.

Chuck Berry turns 90

Quelle: Peter Klaunzer/dpa

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Noch bis ins hohe Alter stand Berry auf der Bühne.

Im Bild: Der damals 81-jährige Chuck Berry bedankte sich 2007 während eines Konzerts in der Schweiz bei seinem Publikum.

Chuck Berry Memorial in St. Louis

Quelle: Whitney Curtis/AFP

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An seinem 90. Geburtstag im vergangenen Oktober kündigte Berry die Veröffentlichung seines ersten Albums seit fast vier Jahrzehnten an. Er widmete es seiner Frau Themetta, mit der er fast 69 Jahren verheiratet war, mit den Worten: "Mein Schatz, ich werde alt! Ich habe an dieser Platte lange Zeit gearbeitet. Jetzt kann ich meine Schuhe an den Nagel hängen."

Am Mittag des 18. März 2017 nun fanden ihn Polizisten leblos in seiner Wohnung auf.

© SZ.de/AFP/dpa/mit Material aus dem Munzinger Archiv/pak/lkr/ihe/fued

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