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Literatur:Elke Erb erhält Georg-Büchner-Preis

Elke Erb

Die Schriftstellerin Elke Erb erhält den Georg-Büchner-Preis 2020.

(Foto: Gerald Zoerner/dpa)

Die Jury lobt die 82-Jährige als "unverdrossene Aufklärerin" und ehrt ihr "unverwechselbares schriftstellerisches Lebenswerk".

Der mit 50 000 Euro dotierte Georg-Büchner Preis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin und Übersetzerin Elke Erb. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit.

Die Jury lobt Erbs "unverwechselbares und eigenständiges schriftstellerisches Lebenswerk". In der Begründung heißt es außerdem, sie sei eine "unverdrossene Aufklärerin", für die "Poesie eine politische und höchstlebendige Erkenntnisform" sei. Ihr poetischer Sachverstand, der sich auch in ihrer reichen übersetzerischen Arbeit zeige, habe mehrere Generationen von Dichterinnen und Dichtern in Ost und West beeinflusst. Zuletzt erschienen von ihr die Textsammlung "Sonnenklar Meins: Das Hündle kam weiter auf drein" (2018) und der Gedichtband "Gedichtverdacht" (2019). Elke Erb ist 82 Jahre alt und lebt in Berlin. Seit 1951 ist sie die elfte Frau, die den Preis erhält.

Der Büchner-Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum. Die Akademie vergibt ihn in seiner heutigen Form an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen außerdem "durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten" und "an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben".

Zu den Geehrten gehören unter anderem Max Frisch und Heinrich Böll sowie zuletzt Rainald Goetz, Marcel Beyer, Jan Wagner und Terézia Mora. Im vergangenen Jahr wurde der Schweizer Autor Lukas Bärfuss mit dem Preis ausgezeichnet.

© SZ.de/dpa/tmh
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