"Bonjour tristesse" Geld, Liebe, Cabriolet

Marcel Prousts Princesse de Sagan inspirierte ihr Pseudonym: Françoise Sagan 1954 als 19-Jährige am Steuer ihres Jaguar.

(Foto: Süddeutsche Zeitung Foto)

Françoise Sagans Roman "Bonjour tristesse", 1954 in Paris erschienen, entwarf suggestive Bilder vom Zeitvertreib der Reichen. Jetzt gibt es den Welterfolg in neuer, eleganter Übersetzung.

Von Georg Klein

Es ist bloß ein Büchlein, so leichtgewichtig, dass die Hand, die es während einer abendlichen Bettlektüre hält, keine Stütze braucht. Und eine versierte Leserin, ein routinierter Leser muss sich heute wie vor über sechzig Jahren, als der schmale Roman ein phänomenaler Erfolg wurde, kaum mehr als vier Stunden Muße nehmen, um an sein Ende zu gelangen.

Die Handlung ist schnell umrissen: Fünf Hauptfiguren verbringen einige Sommerwochen an der Côte d'Azur, irgendwo zwischen Nizza und Saint-Tropez. Die siebzehnjährige Ich-Erzählerin Cécile und ...