Disco:"Baccara"-Sängerin ist tot

Baccara feat. Maria Mendiola, Kalkberg 2015 - Schlager, Kult & Party, Bad Segeberg, 02.05.2015, *** Baccara feat Maria

Benannt nach der tiefroten Edelrose: Maria Mendiola von "Baccara".

(Foto: imago images/Eventpress)

Die spanische Sängerin María Mendiola von dem Frauen-Duo "Baccara" ist gestorben. Mit "Yes Sir, I Can Boogie" landeten sie 1977 einen Disco-Welthit.

Die spanische Sängerin María Mendiola von Baccara ist tot. Sie sei am Samstag im Alter von 69 Jahren in Madrid gestorben, teilte ihre Familie mit. Mendiola war "die mit den roten Haaren" des spanischen Frauen-Duos. Ihre Partnerin war die Sängerin Mayte Mateos, "die mit den schwarzen Haaren". Mit "Yes Sir, I Can Boogie" landeten die beiden 1977 einen Disco-Welthit. In den folgenden zwei Jahren galten sie als das weltweit erfolgreichste Gesangsduo. Die beiden Frauen hatten sich beim spanischen Fernsehballett kennen gelernt und angefreundet. Sie machten sich zunächst als Flamenco-Tänzerinnen und Sängerinnen unter dem Namen Venus selbständig. Bei einem Auftritt auf Fuerteventura erkannten drei Vertreter der Plattenfirma RCA Records aus Hamburg das Potenzial der beiden. Bald wurde mit Hilfe deutscher Produzenten aus Venus das Duo Baccara - benannt nach der gleichnamigen Edelrose -, und so startete gleich mit dem ersten Album, vor allem der Single-Auskopplung "Yes Sir, I Can Boogie", eine Mega-Erfolgsgeschichte. "Yes Sir, I Can Boogie" wurde in 18 Ländern die Nummer 1. In Deutschland zählt die Platte zu den meist verkauften Singles aller Zeiten.

Erfolgreich waren Baccara auch mit Songs wie "Sorry I'm a Lady", "Ay, Ay Sailor" und "Darling". Beim Eurovision Song Contest 1978 in Paris vertrat das Duo Luxemburg. Mit "Parlez-vous français?" belegte es Platz sieben. Der Erfolg währte allerdings nicht lange: Die beiden Spanierinnen trennten sich 1982 im Streit. Beide versuchten ihr Glück zunächst als Solokünstlerinnen und bildeten jeweils neue Gruppen. Jahrelang existierten sogar zeitgleich zwei Duos mit dem Namen Baccara. Aber an den früheren Erfolg konnte keine der beiden Sängerinnen mehr anknüpfen. Mendiola wurde in vielen Ländern von Schwulen als glamouröse Diva verehrt. Zuletzt hatte sie mit der spanischen Sängerin Cristina Sevilla zusammengearbeitet.

© SZ/SZ
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