Zeitumstellung:Es geht auch flexibler

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Die ständige Diskussion über Sinn und Unsinn der Sommerzeit könnte man sich sparen, wenn man die Zeitumstellung flexibler handhaben würde. Die USA machen es vor - mit verbindlichen Terminen.

"Schluss mit Zeigerdrehen" vom 9. Februar:

Nicht alle müssen gleich ticken lassen

Wieder einmal ist die Zeitumstellung in der Diskussion. Dabei wären meiner Meinung nach flexiblere Lösungen notwendig. Als Beispiel sind hier die USA zu nennen. Dort gibt es zwar verbindliche Termine zur Zeitumstellung, aber die Zeitumstellung ist nicht verpflichtend. Derzeit machen Arizona und Hawaii davon Gebrauch, die ohnehin eher am Westrand ihrer Zeitzone oder teilweise schon in der nächsten theoretischen Zeitzone liegen. Auch Alaska möchte die Sommerzeit abschaffen, da Alaska ohnehin in einer falschen Zeitzone liegt und daher schon eine Quasi-Sommerzeit hat. Kalifornien und Nevada diskutieren dagegen über eine dauerhafte Sommerzeit, sie liegen eher im Osten ihrer Zeitzonen. Meiner Meinung nach braucht man auch in Europa wieder flexiblere Regelungen. So ist es verständlich, dass Polen am Ostrand unserer Zeitzone die dauerhafte Sommerzeit möchte. Der Zeitunterschied der wahren Ortszeit zwischen Köln und Warschau beträgt schon circa eine Stunde. Dagegen haben Frankreich und Spanien ohnehin schon eine Quasi-Sommerzeit. Am extremsten ist es in Galicien, wo die Sonne zur Sommerzeit erst nach 15 Uhr ihren Höchststand erreicht. So könnten Frankreich und/oder Spanien die Mitteleuropäische Zeit über das ganze Jahr einführen und Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit als ganzjährigen Standard. Denn gerade München und Bayern würden unter Abschaffung der Sommerzeit besonders leiden. Gegenüber Köln verfügt München ohnehin schon über circa eine halbe Stunde weniger Tageslicht. Michael Oberseider, München

Viel mehr Lebensqualität

Ich bin ein Kind der Sommerzeit, kenne es nicht anders und glaube, sie ist für die meisten Menschen ein Zugewinn an Lebensqualität. Ob (Bier)Garten, Bolzplatz oder Buch auf der Parkbank, alles ist besser als Läden zu und Glotze an. Energie wird wohl durch die Umstellung nicht viel eingespart, aber mal ehrlich, wer braucht den Tag schon um vier Uhr morgens? Doch der Gewinn an qualitativ wertvoller Lebenszeit ist am Ende des Tages enorm. Die Zeitumstellung ist ein Problem für die innere Uhr? Flugreisen in Länder außerhalb unserer Zeitzone braucht's dann aber bitte auch nicht mehr. Dirk Ramm, Bielefeld

© SZ vom 19.02.2018
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