Ewiges Problem: Depressive Kollegen

Szenario: Kollegin Dina steht wieder mal mit hängenden Schultern in Ihrem Büro. "Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll", sagt sie in ihrer typischen monotonen Art. Sie versuchen sie aufzuheitern, aber ihre Stimmung wird immer schlechter. Als Sie ihr zu verstehen geben, dass Sie jetzt leider dringend ein Dokument fertig machen müssen, zieht sie beleidigt ab.

Überlebenstipps: Seien Sie kein Amaterupsychologe Sie sind nicht verantwortlich für Dinas Depression - als Laie können Sie ihr nicht helfen.

Nehmen Sie die Kollegen beim Wort Dina ist enttäuscht, weil Sie nicht alles stehen und liegen lassen, um sich mit ihr zu unterhalten. Sie können es ihr einfach nicht recht machen. Da hilft nur, sie in allem, was sie sagt, wortwörtlich zu nehmen. Wenn sie sie direkt um Hilfe bittet, helfen Sie ihr. Wenn Sie sagt, sie will nicht stören, akzeptieren Sie das.

Sagen Sie deutlich was Sie fühlen und was Sie zu tun bereit sind Offenbaren Sie Ihrer Kollegin Ihren inneren Konflikt, indem Sie beispielsweise sagen: "Dina, wenn Du sagst, du bist eine Last, weiß ich nicht was ich tun soll. Soll ich sagen, dass ich weiterarbeiten muss, und dir damit das Gefühl geben, wirklich eine Last zu sein, oder soll ich meine Arbeit liegen lassen, dich überzeugen, dass du keine Last bist, und mich innerlich aufregen?"

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14. Mai 2010, 14:172010-05-14 14:17:00 © sueddeutsche.de