Für den Mainstream

Wer in Calibri schreibt, ist auf der Höhe der Zeit. Seit 2007 ist sie Standard bei der verbreiteten Office-Software. Bei Designern kommt die Schriftart gut an: "Sie hat einen humanistischen Duktus, wie wir Typografen das nennen", sagt Peter Glaab. Ihre Formsprache ahme die Bewegung der Handschrift nach. "Sie sieht nicht aus wie am Reißbrett entworfen." Allerdings hat Calibri noch längst nicht jeder installiert, vor allem Apple-Nutzer nicht. In Zukunft droht ihr das typische Schicksal einer jeden Standardschriftart: Irgendwann will sie keiner mehr lesen. Wer dafür gerüstet sein will, kann etwa Corbel probieren.

Bild: schriften_mini 18. Oktober 2015, 16:032015-10-18 16:03:20 © Süddeutsche.de