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Manager-Typologie:So nicht, Chef!

Er kritisiert Sie vor versammelter Mannschaft, auf sein Wort ist kein Verlass? Oder lässt Ihr Chef alles schleifen und tut so, als wäre er Ihr bester Freund? Vom Tyrannen bis zum Kumpel-Typ - ein Überblick über die häufigsten Chef-Typen und wie man mit ihnen umgeht.

Von Sibylle Haas, Hannah Wilhelm und Verena Wolff

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Quelle: SZ

Es gibt Vorgesetzte, denen man lieber aus dem Weg gehen möchte. Und manchmal ist das sogar sehr ratsam. Dazu gehören männliche oder weibliche Chefs, die schon beim kleinsten Fehler ihrer Mitarbeiter rumbrüllen und sie vor versammelter Mannschaft fertig machen. Dazu zählen aber auch solche, die so selbstverliebt sind, dass sie die Sorgen ihres Teams gar nicht wahrnehmen.

Andere wiederum scheinen nur auf den ersten Blick ein Super-Chef zu sein. Etwa, wenn das Feierabendbier mit dem Vorgesetzten zur Gewohnheit wird, dann ist Vorsicht angebracht. Denn ein solcher Chef vermischt gern Privates und Berufliches. Dann ist ein sachlicher Umgang oft unmöglich. Distanz erleichtert dagegen das Arbeiten. Es gibt aber auch Chefs, die man nicht wahrnimmt, weil sie ständig unterwegs sind. Das kann für Mitarbeiter angenehm sein, aber auch schwierig: Wenn Entscheidungen nötig sind, die nur der Vorgesetzte treffen darf, kommen Projekte nicht voran.

Natürlich gibt es jede Menge Mischtypen. Der Tyrann kann cholerisch und ein Kontrollfreak sein. Der Kumpel krempelt vielleicht auch mal die Ärmel hoch und neigt bei anderer Gelegenheit zur Selbstdarstellung. Wie auch immer: Den idealen Chef gibt es nicht. Denn auch der Chef ist nur ein Mensch mit Macken. Wichtig ist es, diese zu kennen. Dann kann man den Vorgesetzen besser einschätzen und vielleicht auch im eigenen Sinne beeinflussen. Immerhin begünstigt ein gutes Verhältnis zum Chef oder zur Chefin die eigene Karriere. "Wenn Sie wissen, wie Ihr Chef tickt, haben Sie leichtes Spiel: Sie werden Ihre Interessen besser durchsetzen, ob im Alltag oder in Verhandlungen. Sie werden Ausreden durchschauen, Entscheidungen vorhersehen, Fettnäpfchen meiden", schreibt Karriereberater Martin Wehrle in seinem jüngsten Buch Die Geheimnisse der Chefs.

Die SZ hat sich die acht häufigsten Chef-Typen angeschaut und Experten gefragt, wie man sie erkennt und wie man sie in den Griff bekommt.

(Illustrationen: Frank Maier)

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Manager-Typologie:Der Choleriker

Chef Typen

Quelle: SZ

So erkennt man ihn

Diesen Chef-Typ zeichnen extreme Stimmungsschwankungen aus: Er gerät leicht in Wut, flippt schnell aus, ist leicht reizbar und sehr extrovertiert. "Es sind Chefs, die schnell auch bei Kleinigkeiten zu starken emotionalen Reaktionen neigen", sagt der Führungskräfte-Trainer und Autor Ingo Krawiec aus Mannheim. Diese Wankelmütigkeit mache sie schwer einschätzbar. Dennoch schätzten die Mitarbeiter die Entschlossenheit, Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft dieses Typs.

So geht man mit ihm um

Wenn der Choleriker einmal in Rage gerät, ist er nicht mehr Herr seiner Handlungen und seines Verstandes. Ein wichtiges Gespräch sollte man verschieben, wenn er schlechte Laune oder an dem Tag schon mehrere Kollegen zusammengebrüllt hat. "Es ist bei diesem Chef-Typ besonders wichtig, den richtigen Zeitpunkt für ein Gespräch zu wählen", sagt Trainer Krawiec. Daher sollte man diesen Vorgesetzten genau beobachten, um herauszufinden, warum er in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Art und Weise reagiert. Wenn der Chef dann während des Gesprächs ausflippe, solle man selbst ruhig bleiben, bis er sich wieder beruhigt hat. "Heizen Sie ihn nicht zusätzlich an, indem Sie selbst auch wütend werden", warnt Krawiec. Wenn jedoch ein Angriff unter die Gürtellinie erfolge, der Chef vielleicht beleidigend wird ("Sie Dumpfbacke!"), sollte man Grenzen aufzeigen, meint der Trainer. "Sagen Sie beispielsweise ,Nicht in diesem Ton' oder verlassen Sie das Büro." Später könne man dann versuchen, das Gespräch wieder aufzunehmen und zu versachlichen. Mitarbeiter sollten sich auf keinen Fall einschüchtern lassen, und sie sollen sich wehren, wenn der Chef über die Stränge schlägt.

Mit welchem Chef-Typ müssen Sie sich rumschlagen? Schreiben Sie es auf!

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Manager-Typologie:Der Tyrann

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Quelle: SZ

So erkennt man ihn

Es gab schon Firmenchefs, die Unerwünschte mit einem Feuerlöscher eigenhändig vom Gelände vertrieben und sich damit später sogar noch gebrüstet haben. Das sind natürlich Extremfälle, aber tatsächlich klagen viele Deutsche über einen ihrer Meinung nach tyrannischen Chef. Er kritisiert ständig und überzogen, gerne auch vor der versammelten Mannschaft. Er hält sich einige Lieblinge und protegiert diese offen. Und auf sein Wort ist kein Verlass.

So geht man mit ihm um

Anja Beenen, Buchautorin und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Profil M, rät: "Das Wichtigste ist, sich davon nicht einschüchtern zu lassen und das Verhalten nicht auf sich zu beziehen." Wer den Tyrann genau beobachtet, wird bald merken: Er behandelt viele andere ebenso schlecht. Kein Grund also, das persönlich zu nehmen. "Halten Sie das innerlich auf Abstand", sagt Beenen. Nichtsdestotrotz sollte man auch handeln. Aber bloß nicht in der konkreten Situation, in der der Chef einen mal wieder kritisiert hat. Und bloß nicht vor anderen, dann ist keine sachliche Auseinandersetzung möglich, stattdessen droht ein Showkampf. "Suchen Sie einen Tag später das Gespräch unter vier Augen, da hat er und da haben Sie sich wieder beruhigt. Und dann sagen Sie ihm sachlich und professionell, dass Sie den Ton und die Kritik so wenig förderlich fanden." Selbstverständlich gebe es keine Garantie auf eine 180°-Wende Ihres Chefs, aber "tun Sie nichts, so haben Sie jedoch gar keine Chance auf Verbesserung ", erklärt Beenen.

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Manager-Typologie:Der Schlurfi

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Quelle: SZ

So erkennt man ihn

Der Schlurfi ist eher zufällig in seine Position gerutscht und weiß eigentlich nicht so ganz genau, was er dort soll. "Er will vor allem keine Verantwortung übernehmen", sagt der Berliner Coach Jürgen Hesse von Hesse/Schrader. Zudem scheue er Konflikte und klare Ansagen. Dieser Cheftyp zeichne sich dadurch aus, "dass er vom Kern her ein ganz lieber Typ ist, dem man nichts so richtig übel nehmen kann", sagt der Psychologe, Coach und Autor Manuel Tusch aus Köln. Allerdings neige er auch dazu, Fristen zu versäumen, Aufträge unklar zu formulieren, und er sei insgesamt fachlich nicht geeignet für seinen Job.

So geht man mit ihm um

Der Schlurfi ist ein schwieriger Cheftyp, denn er bereitet seinen Mitarbeitern eher auf lange Sicht Probleme. Gefährlich ist er nicht, schon gar nicht böswillig. Schwierigkeiten macht dieser Typ eher durch sein verdecktes Unvermögen. "Meist wird es anstrengend für die Mitarbeiter, denn sie müssen ein Stück weit die Arbeit ihres Vorgesetzten übernehmen", sagt Berater Hesse. Sie sollten über die Projekte Buch führen, welche Arbeit anliegt und was verschlafen wurde. Zudem sollten sie für sich selbst dokumentieren, welche Probleme es mit dem Chef durch den "Laissez-faire"-Stil gibt, sollte es zu Auseinandersetzungen mit den Vorgesetzten des Vorgesetzten kommen. Einen Vorteil allerdings hat der Schlurfi: Er ist in der Regel ein durch und durch guter Mensch. Daher kann ihm ein Mitarbeiter klipp und klar die Meinung sagen, wenn sich die Probleme häufen. "Das nimmt der Schlurfi zwar persönlich und wird traurig sein, aber er schießt nicht zurück", sagt Psychologe Tusch. In vielen Fällen wird er sogar versuchen, die Kritik anzunehmen, "aber ändern wird sich nicht viel, denn er kann ja nicht anders". Schlurfi-Chef und Schlurfi-Mitarbeiter verstehen sich bestens, allerdings ist ihre Arbeit wenig produktiv. Andere Mitarbeiter-Typen jedoch werden große Probleme mit diesem Vorgesetzten haben. Ärger ist programmiert, wenn ein Mitarbeiter kompetenter ist als der Chef. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er überholt den Chef oder er geht.

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Manager-Typologie:Der Macher

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Quelle: SZ

So erkennt man ihn

Der Macher als Chef ist permanent in Aktion. Er ist ein dynamischer Schnelldenker. Meist auch ein guter Führer und Leiter, der seine Mitarbeiter nicht im Stich lässt, sagt Berater Ingo Krawiec. Er ist ein Vorgesetzter, der Ärmel hochkrempelt und mit anpackt, wenn es brennt. "Diese Chefs überschreiten häufig eigene und fremde Grenzen", so Krawiec. Der Macher macht vieles selbst, delegiert wenig und scheut sich, andere um Rat zu fragen. Er kann gut motivieren und zeigt viel Initiative.

So geht man mit ihm um

Dieser Chef braucht Beifall und Anerkennung. "Geben Sie ihm das, dann haben Sie es leichter mit ihm", rät Trainer Krawiec. Ein Fehler wäre es, wenn Mitarbeiter mit ihm konkurrieren wollten. "Dies nimmt er sehr persönlich", warnt Krawiec. Das Gleiche gelte für Kritik. Der Macher als Chef bringe seine Abteilung meistens in eine gute Position. Er ist supergut gelaunt, wenn "sein Team" gewinnt. Denn das verbucht er natürlich als seinen Erfolg. "Versuchen Sie, seine Erfolgsorientierung zu unterstützen, dann haben Sie auch etwas davon", rät Krawiec. Manchmal müsse man ihn bei Projekten jedoch leicht einbremsen, da er zur Selbstüberschätzung neigt. Bei Gesprächen und Präsentationen sollte man versuchen, sich kurz zu fassen. Denn der Macher wolle schnell auf den Punkt kommen. "Achten Sie bei diesem Chef-Typ auf sich und behalten Sie Ruhe, da er sehr viel mit sich beschäftigt ist und Grenzen anderer wenig respektiert", sagt Krawiec.

Welcher Chef-Typ nervt Sie am meisten? Schreiben Sie es auf!

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Manager-Typologie:Der Kumpel

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So erkennt man ihn

Der Kumpel befindet sich als Chef in einem Rollenkonflikt, denn er wünscht sich Nähe und Harmonie, weiß aber, dass er verschiedene Dinge durchsetzen und manchmal auch durchboxen muss. Gleichzeitig scheut er sich davor, Aufgaben zu delegieren und durchzugreifen. "Er ist mit den Mitarbeitern häufig unzufrieden, muss sich das aber auf die eigene Fahne schreiben, denn er hat die Aufgaben nicht klar angesagt", erläutert Psychologe Manuel Tusch. "Der Kumpel will Konflikten möglichst jede Kraft nehmen und immer positive Stimmung haben", sagt Berater Jürgen Hesse. Er würde niemals die Rangordnung in den Mittelpunkt stellen und will, dass sich alle wechselseitig duzen. Viele kumpelhafte Chefs ziehen zudem keine klare Trennlinie zwischen Arbeit und Privatleben. "Sie meinen, sie seien auch noch für die Eheprobleme ihrer Mitarbeiter zuständig", sagt Hesse.

So geht man mit ihm um

"Kumpelhafte Typen veranstalten tolle Grillfeste für alle Mitarbeiter und ihre Familien, aber die Führungsqualitäten dieser Chefs sind eine Katastrophe", sagt Psychologe Tusch. Mitarbeiter merken relativ schnell, dass sie einen solchen Kumpel als Vorgesetzten haben - spätestens wenn das Feierabendbier oder der Feierabend-Prosecco eher zur Regel als zur Ausnahme wird. Jeder Untergebene tue gut daran, sich von der persönlichen Ebene fernzuhalten und gleichzeitig sein privates Netzwerk zu pflegen. "Auf gar keinen Fall sollte der Kumpel-Chef auch noch im Privatleben mitmischen oder gar der Patenonkel des ersten Kindes werden", sagt Jürgen Hesse. Wichtig sei bei einem kumpelhaften Chef, sich strikt auf die Fakten der Arbeit zu berufen und nicht allzu weit abzuschweifen.

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Manager-Typologie:Der Kontrolleur

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So erkennt man ihn

Der Kontrolleur ist ein unsouveräner Typ, der selbst nicht sehr kompetent in seinem Aufgabenbereich ist. Er sei ständig damit beschäftigt, die Arbeit seiner Mitarbeiter zu überprüfen, sagt Psychologe Manuel Tusch. Zugleich hätten die Mitarbeiter das Gefühl, der Chef wolle ihnen Fehler unterschieben. "Damit schürt dieser Vorgesetzte eine Atmosphäre von Misstrauen und Angst, die wiederum seine Mitarbeiter nervös und zunehmend unsicher macht und damit Fehler provoziert", so Tusch. Der Kontrolleur sei gleichzeitig zwanghaft und schizoid, er traue anderen nichts zu und trete extrem autoritär auf, erklärt Berater Hesse.

So geht man mit ihm um

Der unsouveräne Kontrolleur ist ein sehr gefährlicher Cheftyp, denn er verschleißt auf seinem Karriereweg eine Reihe von Mitarbeitern. "Gegen den Kontrolleur muss man sich wappnen, man ist mit ihm meist in einer verfahrenen Situation", sagt Psychologe Tusch. Dem Kontrollfreak nimmt man am besten den Wind aus den Segeln, indem man äußerst zuverlässig arbeitet, saubere Ergebnisse liefert und getroffene Abmachungen einhält. Dazu muss man sämtliche Aufgaben exakt besprechen und dokumentieren, um einen gemeinsamen Ausgangspunkt zu haben. "Wenn sich Versäumnisse vonseiten des Chefs und Fehler häufen, sollte man auch die dokumentieren, um eine Handhabe gegen den Vorgesetzten zu haben", rät Tusch. Jürgen Hesse weiß, dass man einige der Kontrolleure nicht in den Griff bekommen kann. "Dann muss man sich überlegen, wie viel Lebenszeit man auf eine ausweglose Situation verschwenden will", sagt der Coach. In letzter Konsequenz bedeutet das, dass ein Mitarbeiter sich einen neuen Arbeitgeber sucht oder den Kontrolleur so lange erleidet, bis der in einem anderen Job gelandet ist.

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Manager-Typologie:Der Selbstdarsteller

Chef Typen

Quelle: SZ

So erkennt man ihn

Ihm begegnet man regelmäßig in den Chefetagen dieser Republik. Denn ein Selbstdarsteller macht Karriere, er ist prädestiniert dafür zu führen. Er ist wenig einfühlsam, bemerkt die Probleme seiner Mitarbeiter nicht, und er stiehlt ihnen gerne die Show, wo er nur kann. Gerade die besten Ideen seiner Leute präsentiert er vor Kunden oder vor anderen gerne als die seinen. Er kennt sich nicht unbedingt in allen Dingen gut aus, würde aber nie auf die Idee kommen, seine eigene Großartigkeit infrage zu stellen. Gleichzeitig braucht er auch Bewunderung, davon lebt er. Und mit direkter Kritik kann er nun wirklich nicht umgehen. Nein, infrage stellen sollte man diesen Chef nicht.

So geht man mit ihm um

"Ich finde, es ist nicht so schwierig, mit einem Selbstdarsteller umzugehen", erklärt Beraterin Anja Beenen. "Das Wichtigste ist, dass Sie einen Zugang zu ihm finden, eine persönliche Verbindung." Und das funktioniert bei ihm eben vor allem über die Bewunderung. "Sie müssen ihm ja nicht gleich einen roten Teppich ausrollen, aber zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung, wo es Ihnen möglich ist", rät Beenen. Darüber freut sich ein solcher Chef sehr, und dann kann man auch mal gemeinsam toll sein. Wer suggeriert: Ich wäre auch gerne wie Sie, und Sie könnten mir dabei helfen, indem Sie mich in der Präsentation auch einen Teil übernehmen lassen, für den hat der ein oder andere Selbstdarsteller durchaus Verständnis und auch Sympathien. Konfrontative Kritik sollte man dagegen tatsächlich vermeiden: "Wenn Kritik, dann nur verbunden mit sehr viel persönlicher Wertschätzung."

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Manager-Typologie:Der Abwesende

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Quelle: SZ

So erkennt man ihn

Er ist nie da. Out of office. Auf einer wichtigen Konferenz in London. Unerreichbar im Flugzeug nach Japan. Oder natürlich bei einem wichtigen Kunden. Selbst wenn er mal im Büro weilt, ist er mit den Gedanken ganz woanders und eigentlich schon eh wieder auf dem Sprung. Und auf E-Mails antwortet er prinzipiell nicht.

So geht man mit ihm um

Der ewig abwesende Chef kann für Mitarbeiter zum großen Problem werden. Kann, aber muss nicht. "Wenn der Chef tatsächlich wenig Interesse für den Alltag und die Entscheidungen im Büro hat, dann kann der Mitarbeiter relativ autark handeln", erklärt Beraterin Anja Beenen. Im besten Fall hat der Mitarbeiter also viele Freiheiten, was nicht alle, jedoch viele Mitarbeiter mögen. "Zum Problem wird es jedoch, wenn der Chef im Nachhinein Entscheidungen kritisiert oder doch hätte in Kenntnis gesetzt werden wollen." Mit so einem Chef muss man sich zusammensetzen und ein klärendes Gespräch führen: In welchen Dingen will er mitentscheiden, bei welchen nicht. Worüber will er informiert werden, worüber nicht. "Es müssen Regeln ausgehandelt werden, anders geht es nicht", erklärt Anja Beenen. Stellt sich heraus, dass er mitentscheiden will, dann muss der Mitarbeiter ihm nahebringen, dass einige Formen von Mindesterreichbarkeit sichergestellt werden müssen: "Äußern Sie Ihren Abstimmungsbedarf und verabreden Sie einen für Sie beide sinnvollen Abstimmungsmodus. Zum Beispiel einen Jour fixe, einmal in der Woche oder einmal am Tag."

Mit welchem Chef-Typ haben Sie die schlechtesten Erfahrungen gemacht? Schreiben Sie es auf?

© SZ vom 26.11.2012/wolf/rus
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