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Gehaltsvergleich:In diesen Städten verdienen Sie am besten

Nicht nur die Berufswahl und die Position im Unternehmen sind für das Gehalt ausschlaggebend. Genauso wichtig ist die Stadt, in der man arbeitet: Die regionalen Gehaltsunterschiede können bis zu 50.000 Euro betragen.

Julia Bönisch

Ein Ingenieur in einer Führungsposition verdient in München durchschnittlich 117.800 Euro im Jahr, in Leipzig dagegen kaum mehr als 70.300 Euro. Ähnlich sieht es laut einer Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum in anderen Branchen aus. Die gleiche Arbeit wird demnach je nach Standort sehr unterschiedlich bezahlt.

Wenig überraschend: In Großstädten und Ballungszentren wie München, Düsseldorf, Frankfurt/Main und Köln zahlen Unternehmen tendenziell die höchsten Gehälter. Auf dem Land und in Ostdeutschland ist die Vergütung am geringsten.

München, Spitzenreiter bei Ingenieursgehältern, liegt bei IT-Führungskräften dagegen genau im Durchschnitt. In Dortmund etwa, wo die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger sind, sahnen IT-Manager genauso viel ab wie in der bayerischen Landeshauptstadt.

In Nürnberg und Hannover unterdurchschnittlich

Richtet es sich bei der Jobsuche lediglich nach dem Verdienst, sollte sich das IT-Personal in Düsseldorf bewerben: So bekommt ein Manager hier mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 131.000 Euro in der Regel 25 Prozent mehr aufs Konto überwiesen als der Durchschnitt. In Köln zahlen Arbeitgeber immerhin 121.000 Euro im Jahr, dicht dahinter folgen Frankfurt, Hamburg und Berlin. In Nürnberg und Hannover dagegen verdienen die IT-Spezialisten unterdurchschnittlich.

Für die Ingenieure folgt auf den Spitzengehalts-Standort München ebenfalls Düsseldorf. Auch Stuttgart, Köln und Dortmund zahlen noch überdurchschnittlich. Hamburg und Frankfurt am Main dagegen zählen zu den Schlusslichtern.

"An gutentwickelten Standorten steigt in der Regel auch das Gehalt", bestätigt Arne Sievert, Bereichsleiter Vergütungsberatung bei Kienbaum. Zwar seien dort auch die Lebenshaltungskosten wesentlich höher als beispielsweise im Osten, so dass etwa eine teure Miete bereits in die Bezahlung eingepreist werde. "Doch sobald Mitarbeiter außertariflich bezahlt werden, ist das kein Nullsummenspiel mehr. Von dem Geld bleibt dem Mitarbeiter tatsächlich etwas übrig."

Sekretärinnen-Mekka München

Die Berater von Kienbaum nahmen nicht nur Spitzengehälter unter die Lupe, sondern auch die Bezahlung von Bürokräften: Ebenso wie bei den Ingenieuren liegt hier München an der Spitze. Während das Jahresgehalt einer Bereichssekretärin in Deutschland im Durchschnitt bei 42.900 Euro liegt, verdient sie dort 47.600 Euro pro Jahr. In Dresden wird die gleiche Position jährlich mit 36.100 Euro vergütet.

Ähnliche Relationen weisen die Gehälter von Chef-, Abteilungs- und Fremdsprachensekretärinnen auf. Damit verdient eine Sekretärin in München positionsübergreifend durchschnittlich 4.320 Euro und damit 10,5 Prozent mehr als ihre Kolleginnen in anderen Städten Deutschlands. Neben München werden auch in Frankfurt am Main, Düsseldorf und Köln tendenziell höhere Gehälter gezahlt. Hannover, Bremen und Berlin sowie die ostdeutschen Städte Dresden, Leipzig und Halle liegen am unteren Ende der Skala.

© sueddeutsche.de/mia
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