Irène Scholz, 23-jährige BWL-Studentin aus Wiesbaden:

"Ich arbeite als Model. Schon zu Schulzeiten habe ich für die Kamera posiert und Auträge angenommen. Damals aber nur gelegentlich. Erst seit ich an der Uni studiere, arbeite ich regelmäßig als Model, unter anderem für einen großen Sportartikelhersteller.

Es gibt verschiedene Typen von Models: Für Messen, für den Laufsteg oder für Bildstrecken. Meine Agentur vermittelt mich hauptsächlich für Fotoaufnahmen. Einen bestimmten Arbeitsrhythmus habe ich nicht - wie oft ich arbeite, hängt von der Auftragslage ab. Gerade wenn ein Auftraggeber eine neue Kollektion herausbringt, bin ich viel unterwegs.

Wenn ich von meinem Nebenjob erzähle, werde ich oft mit Vorurteilen konfrontiert. Viele lästern: Die findet sich sicher ganz toll! Oder ich bekomme zu hören: Wie, ein Model? Ihr tut doch nichts, nur rumsitzen, in die Kamera lächeln und viel Geld kassieren. Ich antworte dann: Das stimmt nicht! Es steckt viel Arbeit dahinter und wer richtig gut in dem Job sein will, muss auch viel Zeit und Aufwand investieren. Das ist nicht immer so leicht mit der Uni vereinbar. Ab und zu fehle ich auch in einer Vorlesung und muss den Stoff nachlernen. Klar, ich verdiene damit auch gutes Geld - wie viel das ist, verrate ich nicht. Mir ist aber das Studium definitiv wichtiger als das Modeln.

Um nebenbei überhaupt arbeiten zu können, fällt dem Job oft meine Freizeit zum Opfer. Es kommt schon vor, dass ich abends mit Freunden nicht weggehen kann, weil ich am nächsten Morgen sehr früh auf einen Termin muss. Aber der Job ist es mir wert - und schließlich verdiene ich damit meinen Lebensunterhalt."

Foto: www.andreas.ortner.com für www.instyle-models.com

25. April 2008, 19:382008-04-25 19:38:00 ©