Lebendspende:Womit die Spender rechnen müssen

Welche Folgen hat die Organentnahme für den Spender?

Die Spende setzt eine Operation in Vollnarkose voraus. Der Schnitt ist nach Angaben der Stiftung Lebendspende etwa 14 bis 20 Zentimeter lang. In einigen Transplantationszentren kann das Organ auch minimal-invasiv über einige kleine Schnitte entfernt werden.

Der Spender kann postoperative Schmerzen haben. Schwere Nebenwirkungen treten in weniger als drei Prozent aller Fälle auf. Langfristig ist möglicherweise das Risiko für Bluthochdruck erhöht. In der Regel kann der Mensch mit nur einer Niere ebenso lange leben wie mit beiden Organen.

Der Spender muss bis zu zehn Tage in der Klinik bleiben. Abhängig von seiner Arbeitsbelastung muss er sich zwischen einem bis drei Monaten zuhause erholen.

Emotional wirkt sich die Lebendspende für beide Partner oft postitiv aus. Die Stiftung Lebendspende zitiert eine Schweizer Studie, nach der 98 Prozent der Spender mit ihrer Entscheidung langfristig zufrieden waren. In vielen Fällen habe die Innigkeit der Beziehung durch das geschenkte Organ noch zugenommen.

Was ändert sich durch das neue Transplantationsgesetz für Lebendspender?

Wer einem anderen Menschen zu Lebzeiten ein Organ spendet, wird durch die Neuregelungen des Transplantationsgesetzes besser abgesichert. Arbeitnehmer erhalten eine Entgeltfortzahlung für sechs Wochen. Bei Komplikationen können weitere Ansprüche bei der Kasse des Organempfängers geltend gemacht werden.

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