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Krebs:Ältere Bevölkerung - höheres Risiko

Aber auch 51 Prozent der Brustkrebsfälle wurden in den ärmeren Regionen der Welt beobachtet. "Der Trend ist klar", sagt Rafael Lozano, der an der Untersuchung beteiligt war.

"Die Last der Brust- und Gebärmutterhalstumore verschiebt sich in Richtung der einkommensschwachen Länder in Asien und Afrika. Jahrelang haben wir vor dieser Bedrohung gewarnt, jetzt ist sie da."

Den Anstieg der Tumorfälle sehen Ärzte darin begründet, dass auch in Entwicklungsländern die Bevölkerung älter wird und damit bei immer mehr Frauen das Risiko für Krebs steigt. Gleichzeitig sind in vielen Regionen der Welt einfachste Methoden der Früherkennung nicht verfügbar, etwa der Abstrich am Gebärmutterhals, der in Deutschland seit den frühen 1970er-Jahren zur Standarduntersuchung beim Frauenarzt gehört.

Ob andere Methoden der Früherkennung hilfreich sind, wie zielgenaue Therapien, eine bessere Betreuung von Kranken und das Mammographie-Screening in einigen Ländern zu der verbesserten Bilanz in wohlhabenden Ländern beitragen, lässt sich aus den umfangreichen Daten nicht ablesen, höchstens vermuten.

Die Forscher bemängeln denn auch fehlende oder unvollständige Krebsregister, beispielsweise in Deutschland. Die ebenso stark beworbene wie überteuerte Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs könne den Krebs zwar womöglich eindämmen, so Coebergh. "Weltweit wird sie erst verwendet, wenn es sie zu einem vernünftigen Preis gibt."