Kampf gegen Fettleibigkeit:New York verbietet XXL-Getränkebecher

Cola, Fanta und Co. kann man in New York künftig nur noch aus kleineren Bechern trinken. Mit dem Vorstoß will Bürgermeister Michael Bloomberg die enorm hohe Zahl Übergewichtiger senken.

Um US-Bürger vor Übergewicht zu bewahren, hat New York den Verkauf von zuckerhaltigen Limonaden stark eingeschränkt. Die in Fast-Food-Restaurants üblichen XXL-Becher mit beinahe einem Liter Inhalt sollen ab dem 12. März 2013 verboten sein, entschied das Rathaus am Donnerstag.

Das Verkaufsverbot soll sich auf Imbisse, Restaurants und öffentliche Orte wie Kinos und Stadien erstrecken. Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte sollen dagegen auch weiterhin Softdrinks in großen Flaschen verkaufen dürfen. Getränke mit Süßstoff, Fruchtsäfte und sogar Bier sollen ebenfalls von der Regelung ausgenommen sein.

Die Initiative geht auf Bürgermeister Michael Bloomberg zurück. Dieser verweist auf Studien, wonach fast zwei Drittel der New Yorker übergewichtig oder fettleibig sind. Bei Kindern sollen rund 40 Prozent betroffen sein.

Das XXL-Softdrink-Verbot sei "der größte Einzelschritt, den je eine Stadt im Kampf gegen Fettleibigkeit gemacht hat", sagte Bloomberg. "Aber es ist ganz bestimmt nicht der letzte Schritt, den viele Städte machen werden, und wir glauben, dass das viele Leben retten wird."

Die betroffenen Firmen kündigten Widerstand an und könnten das Gesetz vor Gericht anfechten. Bloomberg hatte sich im Rahmen seiner Gesundheitsoffensive allerdings 2003 bereits mit einem rigiden Rauchverbot in Bars und Restaurants durchsetzen können. Das Verbot wurde vergangenes Jahr auf die Parks und Strände der Stadt ausgedehnt.

© Süddeutsche.de/dpa/afp/hmet/ihe
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