"Ich glaube, ich hatte schon sehr jung eine Neigung zur Depression. Es wurde akut, als ich zwischen 25 und 27 war; eine dunkle Zeit. Die Abwesenheit von Gefühlen - mehr noch die Abwesenheit von Hoffnung darauf, dass es wieder besser wird. Und es ist so schwer, es jemandem zu beschreiben, der es noch nie erlebt hat, denn es geht nicht um Traurigkeit. Ich kenne Traurigkeit, sie ist nichts Schlechtes. Zu weinen und zu fühlen. Aber eine Depression ist die kalte Abwesenheit von Gefühlen, eine echte Leere. So sind auch die Dementoren."

Joanne K. Rowling (geb. 1965), Autorin der Harry-Potter-Reihe, in einem Interview.

Rowlings schwere depressive Episode trat als Folge einer unglücklichen Ehe auf. Durchhalten ließen sie die Sorge für ihre kleine Tochter und das Schreiben. Noch während der Krise begann sie mit den Potter-Büchern, in denen sie auch die Gefühle der Depression verarbeitete - in Gestalt der Dementoren, die jegliche Freude und Hoffnung aus den Menschen saugen.

Bild: REUTERS 24. Juni 2015, 11:512015-06-24 11:51:11 © Sz.de/beu/dd