Tipps für Eltern – Freibeträge eintragen

Zwar kommen ungezählte Kinder zur Welt, ohne dass ihre Geburt geplant war. Aber spätestens dann, wenn die Eltern überlegen, wie wohl das Leben zu dritt laufen wird, könnten sie auch dafür sorgen, dass dann mehr Geld in der Familienkasse ist - zum Beispiel mehr Elterngeld. Denn der Zuschuss vom Bund, die zwischen 300 und 1800 Euro beträgt, richtet sich danach, wie viel Mutter und Vater in dem Jahr vor der Geburt ihres Kindes netto verdient haben. Diese Bezüge lassen sich oft einfach durch Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte steigern: Anstatt außergewöhnliche Belastungen, Sonderausgaben oder Werbungskosten erst in der Steuererklärung anzugeben, einfach die Karte von der Personalabteilung aushändigen lassen, den Antrag aus dem Internet herunterzuladen und alles beim Finanzamt einreichen. Dann die Karte gleich dem Arbeitgeber zurückgeben, und der wird bei der nächsten Gehaltsabrechnung spürbar mehr überweisen. Auch ein Durchschnittsverdiener, der Kirchensteuer zahlt und 30 Kilometer zur Arbeit pendelt oder ein Arbeitszimmer absetzen kann, erhöht so den Verdienst promptum 100 oder 200 Euro - und kassiert später mehr Elterngeld.

17. Mai 2011, 11:002011-05-17 11:00:59 © SZ vom 17.05.2011/bbr