bedeckt München 20°

Steuererklärung 2015:Was Sie bei der Steuererklärung beachten sollten

Es gibt viele neue Möglichkeiten zum Sparen. Und wer seine Unterlagen rechtzeitig abgibt, bekommt auch früher Geld zurück.

Ran an die Steuererklärung für 2015: Seit Anfang März sind die deutschen Finanzämter grundsätzlich für die neue Steuersaison gerüstet. Bis Ende Februar mussten Arbeitgeber, Krankenkassen, Rententräger und Versicherungen die für die Steuerberechnung notwendigen Daten an die Finanzverwaltung überspielen. Jetzt sind die Bürger am Zug.

Wer schnell Geld vom Finanzamt zurück haben möchte, sollte rasch handeln, denn bearbeitet wird nach Eingangsdatum. Rund 90 Prozent der Arbeitnehmer könnten wieder mit einer Erstattung rechnen, sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine (NVL). Das Finanzamt überweist nach Angaben des Statischen Bundesamts im Schnitt 873 Euro zurück. Letzter Abgabetermin ist der 31. Mai. Wer sich vom Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater helfen lässt, hat Zeit bis zum 31. Dezember. Für 2015 gebe es ein paar neue, interessante Möglichkeiten, Steuern zu sparen, betont Christina Georgiadis, Sprecherin der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH).

Sparen mit Versicherungen

Mit Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben kann jeder seine Steuerlast senken. Garantiert anerkannt werden die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, für berufliche Versorgungswerke, Rürup- und Riester-Verträge. Für 2015 gilt erstmals der Höchstbetrag von 22 172 Euro (44 344 für Ehepaare/gesetzliche Lebenspartner). Absetzbar sind auch Aufwendungen für Erwerbsminderungs- und Berufsunfähigkeitsrenten, außerdem die Basisbeiträge für die gesetzliche und private Kranken- wie Pflegeversicherung. Dazu zählt auch die Absicherung für Ehe- oder gesetzliche Lebenspartner. Außerdem aufgelistet gehören die Aufwendungen für Kinder, für die es Kindergeld oder -freibeträge gibt. Nur wenn die Beiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung weniger als 1900 Euro (2800 bei Selbständigen) im Jahr betragen, wirken sich zusätzlich noch andere Policen aus wie Arbeitslosen-, Unfall-, Haftpflicht- Risikolebens- oder Krankenzusatzversicherungen oder etwa Kapitallebens- und Rentenverträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden.