Handyvertrag So klappt die Rufnummer-Mitnahme

Ein Mann sitzt in einer S-Bahn und benutzt dabei sein Smartphone.

(Foto: dpa)

Kosten, Formulare, Fristen: Einfache Tipps helfen, beim Wechsel des Anbieters die eigene Handynummer zu behalten.

Von Arne Düsterhöft, Finanztip

Von den 131 Millionen Handyverträgen in Deutschland sind viele Millionen überteuert. Ein guter Grund, den Abieter zu wechseln. Doch wie kann ich meine Handynummer behalten?

Die Rufnummer gehört dem Kunden, nicht dem Unternehmen: Jeder hat das Recht, sie mitzunehmen! Daran sind die Mobilfunkanbieter gesetzlich gebunden (§ 46 Abs. 4 TKG). Maximal darf die Rufnummernmitnahme 30,72 Euro kosten. Im Gegenzug gibt es bei den meisten Verträgen für Neukunden einen Bonus in ähnlicher Höhe, wenn sie ihre alte Nummer mitbringen. Das Online-Formular für den neuen Vertrag oder Prepaid-Tarif hat einen gesonderten Abschnitt für die Rufnummernmitnahme.

Die Handynummer bleibt drei Monate reserviert

Dabei gilt es, einige wichtige Details zu beachten: Alle Angaben müssen mit den Daten im alten Vertrag genau übereinstimmen. Weichen etwa Name, Adresse oder Geburtsdatum auch nur um eine Ziffer oder um einen Bindestrich ab, kann die Übertragung scheitern. Wer in der Zwischenzeit zum Beispiel umgezogen ist, sollte zuerst seine Adresse beim bisherigen Anbieter korrigieren. Erst danach kann der neue Anbieter die Rufnummer übertragen.

Ist das Online-Formular ausgefüllt, kümmert sich der neue Anbieter um alles Weitere. Dafür braucht er ein bisschen Zeit: Zwei Wochen kann es schon mal dauern. Bei den meisten Anbietern kann der Starzeitpunkt flexibel festgelegt werden. Es schadet also nicht, den neuen Vertrag bereits einige Monate vorher in Auftrag zu geben. Der Vertragsstart ist in der Regel identisch mit dem Datum der Rufnummernmitnahme.

Falls der neue Anbieter schreibt, die Nummernmitnahme habe nicht funktioniert: Im Gespräch mit dem Kundendienst lässt sich das meist klären. Aber selbst wenn alles schiefgegangen ist: Auch drei Monate nach Ende des alten Vertrags kann die vertraute Nummer noch in den neuen Tarif nachgeholt werden. So lange bleibt die Nummer reserviert. Niemand muss also einen Anbieterwechsel scheuen, weil er befürchtet, dass danach seine Handynummer weg sein könnte.

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